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Visuelle Assoziationen – Neue Anthologie erschienen

Der Sammelband zur Visuellen Bildung, der aus der Hamburger Tagung im Warburg-Haus 2016 hervorging, ist nun erschienen! Er thematisiert angesichts der fortschreitenden Digitalisierung die Entstehung einer bildlichen Infrastrukturzwischen Bildern im Plural und ihren Verknüpfungsweisen.
Andrea Sabisch, Manuel Zahn (Hg.) Visuelle Assoziationen. Bildkonstellationen und Denkbewegungen in Kunst, Philosophie und Wissenschaft. Hamburg: Textem 2018.
Praktiken der Bildverknüpfung, so eine unserer Ausgangsthesen, sind basale Kulturtechniken, die Aufmerksamkeit stiften, unsere Blicke lenken und uns miteinander wie auch mit der Welt verbinden. Sie bestimmen unser Leben und durchdringen unsere Forschungen zunehmend. Vor diesem Hintergrund befragt der interdisziplinäre Sammelband den systematischen Ort der Assoziation im Umgang mit Bildern. Dazu stellt er der Assoziation als sprachlicher Verknüpfung und narrativer Bildverkettung die Ordnungen und Verbindungen visueller Assoziationen an die Seite. Letztere offenbaren eine andere, vielschichtige Weise medial gebahnter bildlicher Anschlüsse und Übergänge, die sich zum Imaginären hin öffnen. In dieser Perspektive widmen sich die Autor*innen und Künstler*innen den visuellen Assoziationen aus unterschiedlichen Feldern und institutionellen Kontexten der Kunst und ihrer Vermittlung, der Philosophie und der Wissenschaft. Visuelle Assoziationen kommen dabei in ihrer Medialität und Performanz in den Blick, die sich zum einen als die je spezifischen Verfahren und Praktiken der Sichtbarmachung und Konstellation von Bildern und zum anderen als Movens eines visuellen Denkens zeigen.
Mit Beiträgen von Natascha Adamowsky, Alejandro Bachmann, Andrea Becker-Weimann, Utz Biesemann, Astrid Böger, Georges Didi-Huberman, Jennifer Eckert, Mira Fliescher, Gerrit Frohne-Brinkmann, Gregor Hildebrandt, Simone Kesting, Alexander Kluge, Paula Loeding, Jan Masschelein, Michaela Melián, Dieter Mersch, Julia Metropolit, Nanne Meyer, Volkmar Mühleis, Michaela Ott, Karl-Josef Pazzini, Peter Piller, Andrea Sabisch, Michael Sailstorfer, Olaf Sanders, Caspar Sänger, Lukas Sonnemann, Stefanie Schlüter, Rebekka Seubert, Dilek Tas, Elena Weit, Susanne Witzgall, Manuel Zahn und Lena Ziese.
Ich danke allen Beitragenden für die gute Kooperation, Stefan Fuchs für die grafische Gestaltung und Nora Sdun und Gustav Mechlenburg vom Textem-Verlag für die gute und jederzeit unterstützende Zusammenarbeit.

 

 

Sammelband: Literatur im pädagogischen Blick

An der Universität Hamburg ist nun ein neuer Sammelband erschienen, der das Spannungsfeld zeitgenössischer Literatur und erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung auslotet. Bettina Kleiner und Gereon Wulftange geben diesen Band als Festschrift für Hans-Christoph Koller im Transcript-Verlag in der Reihe Theorie bilden heraus.

Wie und inwiefern können literarische Texte dazu beitragen, Aspekte der Bildungs- und Erziehungswirklichkeit zu erhellen? Worin bestehen ihre anregenden und irritierenden Potenziale für die Erziehungswissenschaft? Die Beiträger*innen des Bandes setzen sich mit aktuellen Romanen auseinander und entwickeln bildungs-, geschlechter- und adoleszenztheoretische Perspektiven auf Phänomene der Erziehung, Adoleszenz und der intergenerationalen Bewältigung von Flucht- bzw. Migrationsprozessen. Dabei zeigen sich nicht nur verschiedene erziehungswissenschaftliche Lesarten von Texten, sondern auch eine Bandbreite theoretischer Potenziale von Literatur.

Arbeitstagung an der HfbK zum Selbstverständnis der Kunstpädagogik

Lukas Sonnemann, o.T., 2016, Ei, Flasche, Sockel, Maße variabel; Foto: Tim Albrecht

An der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) wurde ein Verständigungsprozess über die künftige Ausrichtung und Struktur des Lehramtsstudiums in der eigenen Institution angestoßen, um die Ausgangsposition der auszubildenden Kunstlehrerinnen und -lehrer perspektivisch zu stärken. Die Arbeitstagung dient dem Versuch, in eine vertiefende Diskussion über die Rolle der Kunstpädagogik an einer Kunstakademie einzusteigen und wichtige Impulse für den Studiengang zu erhalten. Insgesamt neun Referentinnen und Referenten, die sehr verschiedene Positionen in diesem Themenfeld vertreten, werden im Podiumsgespräch Fragenstellungen wie die folgenden offen verhandeln: Wie ist das Verhältnis zwischen Kunst und Kunstpädagogik zu definieren? Wie und von wem kann der kunstpädagogische Arbeitsbereich an einer Kunstakademie am sinnvollsten wahrgenommen werden? Und warum sollte die Lehramtsausbildung „Bildende Künste“ an einer Kunsthochschule verankert sein (oder auch nicht)?

Ablauf

  • Panel 1
    12-13:30 Uhr
    Carmen Mörsch, Kunstvermittlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerisch-pädagogische Leiterin von Kulturagent.innen Schweiz
    Marcus Recht, Kunstvermittler und Gastprofessor für Kunstpädagogik, HFBK Hamburg
    Manuel Zahn, Professor für Ästhetische Bildung, Institut für Kunst und Kunsttheorie, Universität zu Köln
    Moderation: Michaela Ott Professorin für Ästhetische Theorien, HFBK Hamburg
  • Panel 2
    14:15-15:45 Uhr
    Alexander Henschel, Kunstvermittler und Gastprofessor für Kunstpädagogik, HFBK Hamburg
    Andrea Sabisch, Professorin für Kunstpädagogik und Visuelle Bildung, Universität Hamburg
    Nora Sternfeld, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, documenta-Professorin, Kunsthochschule Kassel
    Moderation: Heiko Lietz und Lukas Sonnemann, Lehramtsstudierende HFBK Hamburg
  • Panel 3
    16:15-17:45 Uhr
    Sara Burkhardt, Professorin für Didaktik der bildenden Kunst, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
    Torsten Meyer, Professor für Kunst und ihre Didaktik, Geschäftsführung des Instituts für Kunst und Kunsttheorie, Universität zu Köln
    Ina Scheffler, Vertretungsprofessorin für Kunstvermittlung, Universität Siegen
    Moderation: Bettina Uppenkamp Professorin für Kunst- und Bildgeschichte, HFBK Hamburg

Rezension zur Bildwerdung von Volkmar Mühleis

Volkmar Mühleis auf fixpoetry com: »Es gibt nur wenige Studien, in denen minutiös die Erfahrung künstlerischer Arbeiten untersucht wird. Beispielhaft sind hier die Bücher Blick – Wort – Berührung von Maria Peters und der Sammelband Vor dem Kunstwerk, herausgegeben von Heiko Hausendorf. Während Maria Peters 1996 in ihrer Studie die Versprachlichung von Tasterfahrungen an Skulpturen thematisierte – anhand der Texte einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern –, operiert, so könnte man sagen, Hausendorfs Darstellung 2007 bereits mit eye-tracking-Verfahren, der sequenziellen Bilderschließung von Blickbewegungen angesichts eines Kunstwerks. Es entsteht so ein Spektrum von phänomenologisch beschreibender Sicht angefangen, bis hin zu empirischen Berechnungen. Andrea Sabisch hat nun eine Studie veröffentlicht, welche die Schwerpunkte erneut verschiebt, neue Forschungsansätze eröffnet und sicher als aktuelle, dritte Referenz in diesem Zusammenhang genannt werden muss.« Weiterlesen…

Neue Monografie zur Bilderfahrung

Der neue Band zur Bildwerdung ist soeben im kopaed Verlag München erschienen und kann ab sofort bestellt werden!
Die Entstehung des Neuen ist eng mit Prozessen der Bilderfahrung und dem Sichtbarwerden verwoben. Sie berührt den Kontext von Bildung und Forschung auf elementare Weise. Durch Bilder lernen wir etwas anderes zu sehen und auf neue Weise wahrzunehmen. Aber wie lässt sich der Prozess der Bildwerdung denken? Wie erfahren wir Bilder? Was geschieht, wenn wir Bilder betrachten, entwerfen oder herstellen? In welcher Weise regulieren, ordnen, formen und organisieren Bilder unsere Vorstellungen, Erinnerungen und Affizierungen? Wie richten sie uns räumlich und leiblich aus?
Während sich diese Fragen kaum übergreifend beforschen lassen, da sich das komplexe Geschehen zwischen Bildwerdung und Subjektbildung einem direkten Zugang entzieht, entwirft Sabisch ein experimentelles Forschungssetting für eine indirekte Empirie. Am Beispiel von zwei künstlerischen Bildsequenzen und verschiedenen schulischen Gruppensituationen untersucht sie leibliche, zeichnerische, emotionale, sprachliche und zeigende Antworten auf Bilder. Anhand kontrastiver Fälle arbeitet sie Symptome der Bilderfahrung heraus, die als Gelenkstelle zwischen Besonderem und Allgemeinem, wie auch dem Singulären und Exemplarischen fungieren. Sie entwickelt so nicht nur eine zeitgemäße Kasuistik symptomatischer Bilderfahrungen, sondern entfaltet zudem Grundlagen für eine Methoden- und Theoriebildung der Bilderfahrung im Horizont von Responsivität.