Allgemein

Visuelle Assoziation – Tagung 15.-17.9.2016

VA_Einladung_web
Programm_Tagung_VISUELLE_ASSOZIATION
Die von Maneul Zahn und Andrea Sabisch konzipierte Tagung reflektiert das Phänomen der »Visuellen Assoziation« im Kontext visueller Bildung. Im Unterschied zu sprachbasierten Assoziationen kann man visuelle Assoziationen als formale, semantische, gestische oder performative Verknüpfungen verstehen, die sich im Hinblick auf Aspekte wie Lage, Richtung, Häufigkeit, Ähnlichkeit, Kontrastierung, Rhythmus und Wiederholung untersuchen und differenzieren lassen. Diese Dimensionen spielen nicht nur in visuellen Artikulationen des Sehens, Zeigens und Darstellens eine relevante Rolle, sie markieren zudem auch einen Übergang zum Virtuellen. Indem Sie verlängern, ausdehnen, unterbrechen, verknüpfen, streuen, schichten und takten, eröffnen sie nicht nur visuelle Räume, Durch- und Übergänge, sondern zugleich imaginäre, mentale Welten. Dabei richten sie sowohl Bildproduzenten als auch -rezipienten gleichermaßen in ihrem bildbezogenen Wahrnehmen, Denken und Handeln aus. Insofern kommt ihnen in Bildungsprozessen eine ähnlich elementare Funktion zu, wie sie der Metapher in sprachbasierten Bildungstheorien zugewiesen wird.
Das Programm finden Sie hier Einladung_Tagung_VISUELLE_ASSOZIATION
Anmeldung bis zum 31.07.2016 an EW1.AesthBildg@uni-hamburg.de, hier erfahren Sie auch die Kontodaten. Die Anmeldung wird erst mit der Überweisung gültig.
Alle Plätze sind derzeit ausgebucht!
Kosten: Die Tagungsgebühren für die gesamte Tagung betragen 50,00 €, für Student*innen und Doktorand*innen 25,00 €.

Tagung Save the date: nachbild[ ]vorbildern

The_Incredulity_of_Saint_Thomas-Caravaggio_1601-2

Tagung anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini
17.-19.9.2015, Warburg-Haus Hamburg

In der Bildenden Kunst haben sich die Menschen im Laufe ihrer Geschichte in je historisch und kulturell unterschiedlichen Arten und Weisen einen besonderen Bereich der Bildung vor Bildern geschaffen. Karl-Josef Pazzini versteht Bildende Kunst immer auch als einen Forschungsbereich zur Verfassung und Beschreibung des individuellen Subjekts auf dem Weg zum Anderen und vom Anderen, auch dem Bild her bestimmt. Die künstlerischen Arbeiten werden in dieser Perspektive nach ihren möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihrer Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge auch zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Die künstlerischen Arbeiten werden in dieser Perspektive nach ihren möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihrer Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge auch zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Er hat diese These in seiner kunstpädagogische Lehre und Forschung in der Konfrontation mit vielen Bildern und anderen Kunstwerken erprobt, mit Theoretisierungen versehen und in den kunstpädagogischen Diskurs eingebracht. Das Buch „Bildung vor Bildern“, das September 2015 im Transcript-Verlag erscheinen wird, zeugt davon. (mehr …)

Tagung „Fragwürdiges Bilderbuch“

Bilderbücher sind mehr als visuell gestützte Erzählungen oder textuell kommentierte Bildserien. Bilderbücher sind kulturelle Transformatoren von symbolischen und imaginären Welten. Während sich die Besonderheit des Bilderbuchs aus der Doppelstruktur von Text und Bild speist, ist die Praxis der Bilderbuchrezeption geprägt von einseitigen Umgangsweisen: Noch immer werden Bilderbücher zumeist auf eine Narration hin rezipiert. Gleichzeitig fällt auf, dass der Umgang mit dem spezifisch Bildlichen Unsicherheiten provozieren. Dies steht in einem Spannungsverhältnis zum gesellschaftlichen Mediengebrauch und ästhetischem Erfahrungswandel. Durch die digitale Zäsur verändern sich nicht nur visuelle Darstellungsmodi und Kommunikationsstrukturen, sondern auch Text-und Bildrelationen des bisher so traditionellen Mediums. Im Bilderbuch wird mit Nähe und Ferne zwischen Text und Bild, mit textuellen und visuellen Leerstellen, mit Blick- und Leserichtungen experimentiert. Neue Formate, wie z.B. die Graphic Novel, assoziative Bildserien oder offene Bildepisoden entstehen. Es verwundert nicht, dass sich mit dem wandelnden Verständnis des Bilderbuchs auch die Adressatenkreise und der Wirkungsanspruch dieses Genres verändern. Bilderbücher sind vermehrt als All-Age-Bücher konzipiert, die zum Assoziieren und Befragen herausfordern.

Inwiefern aber lässt sich das Bilderbuch selbst befragen? Was ist in theoretischer und didaktischer Hinsicht fragwürdig an diesem facettenreichen Medium? Welche Bildungs- und Lernpotenziale bietet das Bilderbuch? Was ist das spezifisch Visuelle und Textuelle? Wie lässt sich darüber sprechen? Wie kann man visuell darauf antworten? Was sind spezifisch ästhetische Erfahrungen mit Bilderbüchern? Wie wird das Imaginative in Bilderbüchern hervorgerufen? Welche Rezeptionszugriffe entwickeln Kinder auf unterschiedliche Formen der Text-Bild-Relationen? Welche Interaktionsformen zwischen Bilderbuchvermittler/innen und Kindern gibt es? In welchem Verhältnis stehen diese zu den je spezifischen Potenzialen des Bilderbuchs? Welche Fragen kann eine interdisziplinäre Grundlagenforschung zur Bilderbuchrezeption behandeln? Wie kann eine Produktionsforschung gedacht werden?

Die Arbeitstagung richtet sich an interdisziplinär Forschende, Doktoranden und Studierende. Das Programm finden Sie hier.
Eine vorherige Anmeldung per Mail wird erbeten an andrea.sabisch@uni-hamburg.de und iris.kruse@uni-hamburg.de

Kolloquium zur Vernetzung

Ausgehend von den Expeditionen Ästhetische Bildung im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik, trafen sich Freitag Vertreter/innen der Kunstpädagogik an der Universität Hamburg zum Auftakt eines institutionsübergreifenden Gesprächs. Elf Lehrende von Schule und Hochschule, Studierende und Referendarinnen berieten über Möglichkeiten der zukünftigen Kooperation  und Vernetzung, sowie über potentielle Reflexionsformen der kunstpädagogischen Vermittlung. Im Sommersemester soll dieser Dialog kontinuierlich weitergeführt werden. Dazu werden rechtzeitig Veranstaltungen bekannt gegeben. Interessierte wenden sich bitte an andrea.sabisch@uni-hamburg.de.

Tagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V.

Diese Tagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung findet  am 25./26.11.2011 in der Kunsthochschule Mainz statt. Sie widmet sich unter anderem folgenden Fragen:

Wie entstehen gemeinsame Vorstellungen? Wie konstituiert sich ein Unterrichtsgegenstand? Und wie ein Lehrerbild? Welche Rolle spielt das Imaginäre in Bildungsprozessen? Woraus speist sich das Imaginäre? Woran fällt es aus? Inwiefern prägen Medien die Entstehung des Imaginären? Wer imaginiert von wessen kultureller Imagination? Wie ist der Übergang vom individuellen Imaginären zu einem gesellschaftlich Imaginären zu denken? Wo ist das Imaginäre, wenn es nicht erscheint?

Genaue Angaben zum Programm, den Vortragenden und zur Anmeldung finden Sie unter folgendem Link auf der Seite der

Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung.

Landesfachtag Kunst Schleswig Holstein

Der Landesfachtag Kunst ist die zentrale Fortbildungsveranstaltung des IQSH im Fach Kunst, die jährlich zu wechselnden Themen mit verschiedenen Kooperationspartnern stattfindet. 2011 werden aktuelle kunstdidaktische Konzepte und Unterrichtsformen vorgestellt: Fragen, Forschen, Wahrnehmen und Experimentieren sind Ausgangssituationen von Kunstunterricht, die zum Nachdenken über Leben und Welt und zum handelnden Gestalten, Eingreifen und Verändern führen.

Auf Schloss Gottorf wird ein vielfältiges Angebot an Workshops in Konzepte der Kunstpädagogik einführen – von der ästhetischen Forschung über biografisches Arbeiten bis zur Auseinandersetzung mit Jugendkultur, die sich heute etwa als FanArt im Internet präsentiert. Jugendkulturelle Formen der Nutzung Neuer Medien werden aufgegriffen, einfache Zeichentrickfilme und interaktive Videos werden erstellt, der kreative Umgang mit Audioguides im Museum wird erprobt.

Für genauere Angaben zu Programm und Anmeldung klicken Sie bitte hier (PDF).

Oder besuchen Sie die Seite des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein.

Visuelle Modelle – Ausstellung an der Hafencity Universität Hamburg


Wir laden Sie ein zur Ausstellung visueller Modelle, die im Masterseminar an der Hafencity Hamburg entstehen.
Freitag, den 4. Februar 2011 von 10-13 Uhr in der HCU, Averhoffstr. 38, HH, 3. OG.

Visuelle Modelle sind beispielhafte Konstruktionen und Entwürfe, die es uns ermöglichen, “den Ausblick auf etwas ansonsten Unzugängliches oder Ungedeutetes zu eröffnen” (Boehm 2008, 140). Visuelle Modelle veranschaulichen, filtern, organisieren, strukturieren, symbolisieren, funktionalisieren und reflektieren unsere Wahrnehmung von der Welt. Ihre Kraft liegt darin, dass sie Sehen und Denken verbinden.
Das wohl bekannteste visuelle “Modell”, welches die europäische Geschichte, die bildhafte Darstellung und damit einhergehend unsere Sehgewohnheiten entscheidend beeinflusste, war die Entdeckung der Zentralperspektive. Wurde die Perspektive in der Renaissance noch als ein Modell des Abbildens neben anderen gedacht, stellt sie spätestens seit der Erfindung der Fotografie eine heute noch selbstverständliche Ordnung des Sehens dar. Sie wurde zur symbolischen Form, die unsere gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Zeit entscheidend formierte. Spätestens seit dem digitalen Zeitalter scheint die Perspektive jedoch in der Auflösung begriffen. Nach Lev Manovich ist die symbolische Form des 21. Jahrhunderts vielmehr als Datenbank zu denken…
Welche visuellen Modelle gibt es also zwischen Zentralperspektive und Datenbank? Wie werden sie dargestellt? Als plastisches Objekt, als Skizze, als mathematische Formel, als Karte, als Atlas? Wie verknüpft sich in den Modellen Wahrnehmung mit Erkenntnis?

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen gesucht

Im unserem Arbeitsbereich Ästhetische Bildung sind ab heute zwei halbe Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter/innen ausgeschrieben. Nähere Informationen können unter folgenden links eingesehen werden:
http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/stellenangebote/Erzwiss_4_1_28-01-2011.pdf
http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/stellenangebote/Erzwiss_4_28-01-2011.pdf

Tagung zum Bilderverbot

Das „Bilderverbot“ ist merkwürdig. Das Gebot war zu hören, wurde auf Gesetztafeln geschrieben, kann vorgelesen und wieder gehört werden. Dieser Text aus der Bibel und seine dortige Umgebung evozieren immer wieder Bilder, auch und gerade von diesem Gott, der eigentlich nicht einmal dort geschrieben steht. Moses wird lediglich gestattet, einen Blick auf den Rücken Gottes zu werfen. Von den Effekten von Gottes Handeln drängten sich Bilder auf. Das Bilderverbot führt nicht zur Ausschaltung von Bildern. Wahrscheinlich ist das so, weil das Verbot nur die Unmöglichkeit eines Bildes verbirgt. Es sind offenbar keine Bilder möglich, die das Abgebildete beherrschbar machen. Das Bilderverbot spricht davon, dass etwas der Symbolisierung entweicht. Es bleibt etwas jenseits. Unter folgendem Link finden Sie den kompletten Flyer mit allen Informationen zur Tagung „Bilderverbot“.

Bilderverbot_Flyer