Kooperationen

Achte Expedition Ästhetische Bildung

Die achte Expedition Ästhetische Bildung fand an der Hamburger Stadtteilschule Eidelstedt statt.  An dieser Schule können Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse an einem Tag in der Woche ihr so genanntes “Profil”, in diesem Falle “Kunst” studieren.

In sechs zusammenhängenden Stunden erfahren sie, wie es ist, über Monate an einem selbst gewählten Thema individuell und im Team zu arbeiten. Die 10. Klasse im Kunstprofil von Julie Heitmann wählte das Thema: “Alice – Bist Du im Wunderland?” Nachdem die Schülerinnen und Schüler mit der engagierten Lehrerin schon viel zeitgenössische Kunst in Berliner und Hamburger Museen und Galerien (u.a. die Wunder-Ausstellung in den Deichtorhallen) kennengelernt hatten, sollten sie an diesem Tag ihre individuellen Projekte fertigstellen und präsentieren.

Eine Aufgabe bestand darin, Szenerien aus “Alice im Wunderland” auf die eigene Schule zu übertragen, sich entsprechende Orte zu suchen und räumliche Modelle, Grundrisse und Gestaltungsideen zu entwerfen, an denen die Szenen als Bühnen für ein Theaterstück in mehreren Loops entwickelt werden können.  Alle Teilnehmenden (Hochschullehrende, Studierende und Referendare) fühlten sich von diesem individualisierten Unterricht in den Bann gezogen: Neben einem von den Schülerinnen und Schülern entworfenen visuellen Blog, wurden die unterschiedlichsten Modelle gebaut, Ansichten gezeichnet, tagebuchartige Eintragungen in ein Kunstheft aufgezeichnet,  Streetart-Ideen zu Alice umgesetzt, die Kunstbibliothek genutzt, Software für 3-D-Darstellungen oder Grundrisse ausprobiert, Kostenvoranschläge erstellt, Zeit- und Ablaufpläne zur Realisierung angefertigt und über Probleme der Darstellung gesprochen.

Beeindruckend war die Kombination aus einer konzentrierten und individuellen Herangehensweise von Einzelnen und Teams als auch aus einer ansteckend herzlichen und offenen Arbeitsatmosphäre, die im Wechselspiel mit der verbindlichen und überaus kompetenten Lehrerin Julie Heitmann entstand. Dies zeigte sich auch daran, dass in der gemeinsamen Reflexion der Expedition noch einige Schülerinnen freiwillig blieben, um mitzusprechen und zuzuhören. Insgesamt hinterließ dieser Tag bei allen Teilnehmenden sehr eindrucksvolle Momente, die zahlreiche Ideen und Motivation für eigene innovative Unterrichtsprojekte und neue Kooperationen entstehen lassen.

Das Unheimliche in Bilderbüchern und Filmen

Aus den Werkstattseminaren Film und Illustration von Dr. des. Manuel Zahn und Prof. Dr. Andrea Sabisch sind in den letzten Jahren einige Bilderbücher und Filme entstanden, die am Mittwoch, 02.11.2011 im Foyer der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft (Von-Melle-Park 8, 20146 HH) ab 19 Uhr für einen Abend präsentiert und ausgestellt werden. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Ringvorlesung »Wunder in Kunst und Pädagogik«

WUNDER ist eine interdisziplinäre Ausstellung über die Grenzen abendländischer Rationalität – an ihren Rändern, in ihrem Innern und in ihrer Geschichte. Werke der Gegenwartskunst umkreisend, präsentiert sie das, was in unserer Welt aus dem Rahmen fällt: von der unerklärlichen Heilung, dem unglaublichen Naturschauspiel und dem wundersam Fremden über die unverhoffte technische Innovation, die künstlerische Idee bis hin zum bewegenden Gemeinschaftserlebnis.

Anlässlich der Ausstellung WUNDER, die vom 23. September 2011 bis 5. Februar 2012 in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen ist, widmet sich die Ringvorlesung der Fakultät EPB (Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft) der Universität Hamburg dem „Wunder in Kunst und Pädagogik“. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Ausstellung nehmen Experten unterschiedlichster Provenienz das Thema Wunder zum Anlass, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Disziplinen zu erkunden.

Die einzelnen Termine und Vorträge können Sie hier einsehen.

Die Ausstellung zeichnet nach, wie christliche Religion und antike Naturphilosophie die abendländische Vorstellung des Wunders geprägt haben. Es wird kenntlich als eine Öffnung in der Welt, aus der Kunst, Wissenschaft und Technik hervorgegangen sind. Diese Öffnung verweist jedoch immer auch auf einen Mangel, eine Lücke, die zu schließen ebenso ersehnt wie unmöglich ist. Zwischen den Traditionen und Disziplinen mäandernd, stellt die Ausstellung das abendländische Weltbild und seine fragile Fähigkeit zur Sinngebung zur Diskussion, indem sie die einzigartige Verbindung religiöser, wissenschaftlicher und künstlerischer Motive mit alternativen Sichtweisen vergleicht – und nach dem Potential der Kunst fragt, zwischen diesen Sichtweisen zu vermitteln.
Hieran knüpft die Ringvorlesung an. Sie versteht unter Wundern wirksame Geschehnisse radikaler Fremdheit, die sich unseren Erwartungen, Absichten und Erklärungen entziehen. Sie markieren die Grenzen der Rationalität und werden zum Gegenstand von Zweifel, Kritik, Unterwerfungsbereitschaft oder Neugier, nähren den Verdacht auf Betrug, lassen aber auch auf Allmacht hoffen. Fast im Gegensatz dazu haben im christlichen, später hauptsächlich im katholischen Zusammenhang, Wunder Beweischarakter und beruhigen den Zweifel. Sie benötigen Zeugen und die Etablierung einer Tradition, um weiterhin wirksam zu bleiben, um vielleicht so ähnlich noch einmal einzutreten, zumindest am Ort des Geschehens über Reliquien in einen privilegierten Bezug zu etwas Jenseitigem zu kommen, wohin zu fliehen möglich scheint. Wegen der vieldimensionalen Facetten, die Wunder durch ihren Einbruch in das Gewohnte preisgeben, sind ganz unterschiedliche Diskurse gefragt an einer Klärung zu arbeiten: kunst- und medientheoretische, erziehungswissenschaftliche, theologische, philosophische, künstlerische, literaturwissenschaftliche, mathematische und nicht zuletzt wissenschaftskritische.

Ausgehend von der Folie von Bildung und Wissen als elementaren Kategorien des Schwellenübergangs von Kindheit zu Jugend und Erwachsensein beschäftigt sich die Ringvorlesung mit der damit verbundenen Ambivalenz des Wissens: seine Kraft des Eröffnens neuer Welten und der Teilhabe an Gesellschaft, andererseits der Verlust an Unmittelbarkeit und – vielleicht – Reinheit. Sowohl in der Kunst als auch in der Pädagogik begegnen wir kulturell geprägten Manifestationen des Utopischen, dessen, was eigentlich nicht sein kann und nicht sein darf: Von der Wunderkammer als faszinierender Ort der Bildung, über mediale, künstlerische Beweisführungen und Präsentationen, bis hin zu magischen Kindheitsvorstellungen und Sternstunden der Bildung. Von einer solchen anderen Welt berichtet etwa auch Lewis Carroll mit „Alice in Wonderland“, dem sich mehrere Beiträge der Ringvorlesung aus kunsthistorischer, mathematischer, psychoanalytischer oder literaturwissenschaftlicher Perspektive nähern.

Die Ringvorlesung ist eine Kooperation der Universität Hamburg mit der Praxis für Ausstellungen und Theorie (Hürlimann | Lepp | Tyradellis), den Deichtorhallen Hamburg und der Siemens Stiftung. Sie wird unterstützt durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Körber-Stiftung.

Expedition Ästhetische Bildung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt

Die fünfte Expedition Ästhetische Bildung im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik fand am 9. Juni in der Schirn Kunsthalle Frankfurt statt. 16 Kunstpädagog/innen aus Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Berlin und Hamburg trafen sich, um den kollegialen Dialog über Kunstvermittlung vor Ort zu diskutieren. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie man Vorstellungen und Imaginäres im Kontext von Ästhetischer Bildung thematisieren, aktivieren und kontextualisieren kann. Das Besondere dieses Austauschs war die gemischte Zusammensetzung der beteiligten Expertisen, bzw. Professionen: Drei Lehrerinnen, zwei Referendarinnen, vier Museumspädagog/innen, drei Studierende, zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und zwei Professor/innen aus unterschiedlichen institutionellen und regionalen Perspektiven.
Nach einem kurzen Vortrag zur kunstpädagogischen Arbeit im Museum (Hofmann), stellte die Leiterin der Kunstvermittlung der Schirn (Dr. Eschenfelder) mit ihrer Kollegin Rauber die eigenen Arbeitsweisen, Formate und Angebote vor. Unter der Leitung von dem freien Kunstpädagogen und Lehrbeauftragten Fabian Hofmann und Prof. Dr. Andrea Sabisch konnten die Teilnehmenden zwischen zwei Zugängen und Ausstellungen wählen. Während eine Gruppe bei der Führung zur Ausstellung von Francesco Clemente hospitierte, um diese im Hinblick auf die Öffnung für Imaginäres zu befragen, entwarf die zweite Gruppe zur Ausstellung der zypriotischen Künstlerin Haris Epaminonda eigene Ideen für Imaginationsbildungen, die in der Kunstvermittlung Anwendung finden können. Ein gemeinsames Gespräch über die verschiedenen Weisen der Vermittlung in Bezug auf die Exponate und eine zukünftige Vernetzung beendete den diskussionsfreudigen und anregenden Nachmittag.

Expedition Ästhetische Bildung zu Hamburger Schule



Im Rahmen des kunstpädagogischen Bundeskongresses 2010-2012 laden Andrea Sabisch (Universität Hamburg), Ansgar Schnurr und Rudi Preuss (TU Dortmund) in Hamburg und Nordrhein-Westfalen zu institutionsübergreifenden Reflexionen über die Formen und Möglichkeiten ästhetischer Bildung ein.
Die erste Hamburger Expedition Ästhetische Bildung in die Rahlstedter integrative Regelschule Potsdamer Straße war eine Entdeckungsreise zum Kunstunterricht von Christina Harms. In einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe der Klassenstufen 1-3 beobachteten zehn Kolleginnen aus Museum, Schule, Hochschule und Theater, wie Kinder Ideen für die Gestaltung von selbst entworfenen Möbelstücken zeichnerisch entwarfen, diese in Kleingruppen konzeptionell und praktisch entwickelten und besprachen. Nach dem vielschichtigen Einblick in singuläre und kollektive ästhetische Prozesse im Unterricht entstand unter den Expeditionsteilnehmerinnen ein kollegialer Dialog, der die Schwierigkeiten und Gelingensbedingungen von kunstpädagogischer Lehre in jahrgangsübergreifenden Gruppen thematisierte.

Neuerscheinung: Image und Imagination


Image erfordert Imagination. Bilder zu sehen bedarf im Zeitalter der Neuen Medien – wie bereits in der Vergangenheit – imaginativer Fähigkeiten. Der Tagungstitel spielt bewusst mit dem mehrdeutigen Begriff „Image“, der in eingedeutschter Form noch etwas anderes meint, ein Bild, das einem äußeren Eindruck unterliegt. Ein Schwerpunkt des interdisziplinären Symposiums wird die Befragung unterschiedlicher Sparten künstlerischer Präsenz und ihrer Kontexte sein, wobei der evozierten (Selbst)-Reflexivität der Betrachter und Betrachterinnen besondere Bedeutung zukommt. Wie verhalten sich Medien und Bilder zueinander und beide zum Kunstbegriff? Welchen Stellenwert hat die Reflexion im Verhältnis zur Vorstellung und zum Erinnerungsbild, welche Funktion hat die Lücke im Bilderfluss?
Mehr zu dem kürzlich im Athena-Verlag erschienen Buch zur Tagung finden Sie hier.

Expeditionen Ästhetische Bildung – Plätze frei


Im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik (www.buko12.de) soll – unter der Federführung der Universität Hamburg (Prof. Dr. Andrea Sabisch) und der TU Dortmund (Dr. Ansgar Schnurr und Dr. Rudolf Preuss) – eine Kommunikation über Formen kunstpädagogischer Lehre mittels Hospitationen zu verschiedenen Bildungsinstitutionen initiiert werden, um den kollegialen Dialog über Problemstellungen und Gelingensbedingungen von Kunstvermittlung und Kunstunterricht vor Ort zu fokussieren.
Allen Bildungsexpeditionen ist gemein, dass eine regionale Vernetzung und Partizipation zwischen verschiedenen außerschulischen und schulischen Lehrenden und zwischen verschiedenen Ausbildungsphasen (Studierende, Referendare, Lehrer, Hochschullehrer) angeboten wird. Ziel ist es, die professionelle Kommunikation und Reflexion von kunstpädagogischen Fragen der Lehre vor dem Hintergrund der unterschiedlichen institutionellen Kontexte und Perspektiven herzustellen, um Ansprechpartner und Impulse für die eigene Lehre zu erhalten.
Die ca. zehn halbtägigen Expeditionen finden in Hamburg, im Ruhrgebiet und in Frankfurt an schulischen und außerschulischen Einrichtungen im Zeitraum von Mai 2011 bis April 2012 statt.
In Hamburg startet die Expedition 02 am Mittwoch, den 11.5.2011 von 09:15 bis 14:15 Uhr an der Schule Potsdamer Straße.
Expedition 05 findet nachmittags in der Frankfurter Schirn Kunsthalle statt.
Noch sind Plätze frei: Zur Teilnahme eingeladen sind Kunstlehrer/innen an allgemeinbildenden Schulen, Museumspädagog/innen, Künstler/innen, Lehrende in der außerschulischen Ästhetischen Bildung. Bitte melden Sie sich an bei Andrea Sabisch – andrea.sabisch@uni-hamburg.de

Protest gegen drastische Kürzung Ästhetischer Bildung

In Bezug auf die letzten Veröffentlichungen (s. nächster Eintrag) haben sämtliche didaktische Vertreter der sprachlichen und ästhetischen Fächer der Lehrerbildung an der Universität Hamburg ihre Sorge und Empörung gegenüber der geplanten drastischen Kürzung der Ästhetischen Bildung zum Ausdruck gebracht. In einem Brief an Senator Wersich heißt es: »Wir schließen uns dem Protest der HfBK und des BDK (Fachverband für Kunstpädagogik) an und fordern entsprechend ›eine Gleichbehandlung der musischen Fächer in der Schule, und die Kontinuität eines in ausreichender Stundenzahl – also mindestens zweistündig – erteilen Unterrichts in jedem musischen Fach‹ (BDK-Stellungnahme vom 27.01.2011) Die Pressemitteilung der Behörde, »es ändere sich in der neuen Stundentafel gegenüber jetzt nur wenig« ist ebenso wenig nachvollziehbar wie die Verlagerung der politischen Verantwortung von der Behörde auf die Schulen, die dann über eine ästhetische Bildung für alle in der Hansestadt selbst entscheiden sollen.« In einer Stadt, die als Wiege der deutschen Kunstpädagogik angesehen werden kann sprachen Sie sich daher vehement gegen die unsinnigen, kunstfeindlichen und ignoranten Kürzungspläne der Hamburger Behörde aus.

Auftaktveranstaltung zum kunstpädagogischen Bundeskongress 2012


Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik am Freitag, den 26. November 2010, 15-18 Uhr im Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Frankfurt am Main.
Wie viel Kunst braucht die Kunstpädagogik?“ Diese Frage rückt durch die neuen Bildungsstandards und die Diskussion um Kompetenzen wieder ins Zentrum der Fachdiskussion. Sie eröffnet ein Feld, das weitere grundlegende Fragen nach dem Sinn und Zweck von Kunstunterricht bzw. allgemein von ästhetischer Bildung nach sich zieht. Lässt sich denn das, was die Kunst heute jungen Menschen zu bieten hat, taxieren und „kompetenzorientiert“ verwerten? Zielt Kunst etwa „nur“ auf persönliche Bildung oder auch auf das, was später im Beruf angewendet werden kann – „Schlüsselqualifikationen“, soft skills? Ist aktuelle Kunst und ihre Vermarktung mit unseren sozialen Werten vereinbar? Sollte „Kunst“ angesichts aktueller visueller Realitäten noch den Fokus eines Kunstunterrichts bilden oder nicht eher das „Bild“ in seinen vielfältigen Erscheinungen?
Diese und weitere Aspekte möchten wir diskutieren – kontrovers, engagiert, mit Blicken zurück, nach vorn und hoffentlich über die Tellerränder hinaus. Auf dem Podium werden sechs namhafte Vertreter der Schul- und Hochschullandschaft aus den Bereichen der Kunstpädagogik, der Bildenden Kunst und der angewandten Grafik über diese Fragen debattieren. Die Beteiligung aller Anwesenden an der Diskussion ist ausdrücklich erwünscht und wird durch angelegte Partizipationsmöglichkeiten unterstützt.

Die Diskussionsveranstaltung bildet den Auftakt für den Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010-2012.

Prof. Dr. Tanja Wetzel, Kunsthochschule Kassel
Marc Fritzsche, BDK e. V. Fachverband für Kunstpädagogik, Landesverband Hessen und Universität Gießen
Prof. Dr. Torsten Meyer, Universität zu Köln

Siebtes Kunstpädagogisches Kolloquium in Loccum

Die Frage nach geeigneten Möglichkeiten der Dokumentation und Publikation grundiert jeden Forschungsprozess. Sie wird mit jeder neuen Forschungsfrage im spezifischen thematischen Feld anders verhandelt. Vielleicht kann eine gewählte mediale Dokumentationsform sogar Anlass für eine neuartige Fragestellung sein. Aber wie kann man »Forschungsergebnisse kommunizieren«, ohne die Darstellungsfragen auszublenden? Was geschieht konkret mit welchen wissenschaftlichen Artikeln, Fachbüchern, Konferenzberichten und sonstigen Publikationen? Für wen wird geforscht und wer profitiert von den Publikationen? Welchen Einfluss haben Geldgeber und Förderer auf den Forschungsprozess und die Form der Publikation? Kann es »einen Rückfluss« der Ergebnisse oder Anteile der neuen Erkenntnis ins Feld geben und wie könnte und sollte dieser Rückfluss sicher gestellt werden? Wie gehen Lehrende an der Schule oder kunstpädagogisch Tätige in Museen und Kultureinrichtungen mit wissenschaftlichen Informationen um? Wie wird dieses meist wenig »publikumsadäquat« aufbereitete Wissen dann tatsächlich im Unterricht und in der Vermittlungspraxis umgesetzt? Was weiß man (bzw. wie findet man etwas heraus) über die strukturellen Hemmnisse, theoretisches Wissen in der Praxis nutzbar zu machen?
Zu diesen Fragen fand vom 3-5.September 2010 an der Evangelischen Akademie in Loccum unter der Leitung von Dr. Maike Aden, Dr. Christine Heil, Esther Richthammer und Katharina Schneider-Albert der jährliche, generationsübergreifende und betreuungsunabhängige Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Kunstpädagogik statt.