Kooperationen

Sechstes kunstpädagogisches Kolloquium in Loccum 2009

Im sechsten kunstpädagogischen Forschungskolloquium an der evangelischen Akademie in Loccum diskutierten 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Erziehungswissenschaft und Kunstpädagogik Anfang September miteinander, wie das Verhältnis von quantitativen und qualitativen empirischen Forschungsverfahren gegenwärtig zu denken sei. Dabei ging es sowohl darum, Begründungen und Geltungsansprüche der Forschungsergebnisse im Zusammenhang der gewählten Methode und Frage genauer zu reflektieren, als auch um die Frage der jeweiligen Erkenntnisgenerierung, insbesondere zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsdynamiken und -methodologien. Wie auch in den letzten Jahren fand auch die diesjährige Planung und Konzeption des Kolloquiums unabhängig von institutionellen Anbindungen und Betreuungsverhältnissen statt. Im Unterschied zum letzten Jahr hat das Leitungsteam (Jörg Grütjen, Dr. Anja Mohr, Katharina Küstner und Dr. Ansgar Schnurr) allerdings einen Gastredner, Prof. em. Dr. Peter Schmidt eingeladen, der nicht nur eine äußerst kompetente Einführung in zentrale Fragestellungen gab, sondern darüber hinaus auch die Teilnehmenden zu Ihren eigenen Forschungsfragen und Materialien beriet. Näheres lesen Sie hier.

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„Was sollen Kinder und Jugendliche im Bereich der Kunstpädagogik lernen?“ – diese Frage stand im Mittelpunkt einer Tagung, die die Abteilung für Bildende Künste, Kunst- und Werkpädagogik der Universität Mozarteum Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Österreichischer Kunst- und WerkerzieherInnen von Donnerstag, den 19. bis Samstag, den 21. März 2009 veranstaltete. Anlässlich dieser Tagung erschien eine Publikation, in der deutschsprachige Kunstpädagogen sich dazu äußern, was und wie gelernt, organisiert und reflektiert werden sollte und wie man über Kunstunterricht im schulischen und universitären Kontext heute nachdenken kann. Mehr

Interdisziplinäre Tagung „Inszenierung von Wissenschaftspraxis“ am 18.-19.2. an der Universität Hamburg

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Jede Wissenschaft ist an bestimmte Inszenierungs- und Repräsentationsweisen gebunden, um öffentlich wirksam und kommunizierbar zu werden. Darstellbarkeit und Darstellung sind aber nicht unabhängig von der Forschung zu denken, sondern sind vielmehr Bestandteile des spezifischen Wissens und ihrer Produktion. Durch die digitale Zäsur und neue visuelle Möglichkeiten der Repräsentation verändern sich gegenwärtig nicht nur die wissenschaftlichen Darbietungen, sondern die wissenschaftliche Praxis selbst. Der Einzug visueller Darstellungsmodi und Kommunikationsstrukturen berührt die Wissenschaftspraxis von Natur- und Geisteswissenschaftlern derzeit gleichermaßen: Neben bildgebenden Verfahren wurden neue visuelle Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden entwickelt, die eine neue Speicherung und Archivierung erfordern, neue Publikations- und Editionspraktiken und  damit auch neue Forschungsgegenstände, Laboratorien und Distributionswege entstehen lassen. Gerade die Wissenschaftspraxis, und zwar sowohl die geisteswissenschaftliche als auch die naturwissenschaftliche, entzieht sich jedoch einer breiten Bevölkerungsschicht. Was tut ein Theaterwissenschaftler, Physiker oder ein Philosoph, wenn er forscht? Wie arbeitet ein Kunsthistoriker, ein Erziehungswissenschaftler oder ein Biologe und wie lässt sich das darstellen?

Programm und Anreise

Lehrerfilm: Guten Morgen Herr Grothe!

In der von Manuel Zahn gegründeten Reihe Lehrer-Performances. Spiel/Film-Beispiele fand gestern an der Universität Hamburg eine Filmbesprechung über den Film „Guten Morgen Herr Grothe“ von Lars Kraume statt. Anhand dieses Films lässt sich hervorragend über Fragen diskutieren, dies im derzeitigen Bildungsdiskurs oftmals ausgeblendet werden: Was bedeutet Lehren? Welche Grenzen gibt es innerhalb der Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden? Kann man sie vorher kennen? Wie können sie immer wieder ausgehandelt werden? Welche Formen gibt es für Lehrende, sich darüber auszutauschen? Weiterlesen

Laboratorium Ästhetische Bildung

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Auf dem II. Kongress der Schulerneuerer und Schulgründer „Treibhäuser & Co“ in Bregenz am Bodensee habe ich in der Klausur im Schloss Salem einen Workshop angeboten, in dem exemplarisch gezeigt, probiert und gemeinsam diskutiert wurde, wie ein materialgelenkter, experimentierfreudiger forschender Kunstunterricht (auch für altersgemischte Klassen, insbesondere der Sekundarstufe I) in Zukunft aussehen kann. Ausgangspunkt war ein Phänomen, welches die europäische Geschichte, die bildhafte Darstellung und damit einhergehend unsere Sehgewohnheiten entscheidend beeinflusste: Die Entdeckung der Zentralperspektive.

Wurde die Perspektive in der Renaissance noch als ein Modell des Abbildens neben anderen gedacht, stellt sie spätestens seit der Erfindung der Fotografie eine heute noch selbstverständliche Ordnung des Sehens dar. Sie wurde zur symbolischen Form, die unsere gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Zeit entscheidend formierte.
Vor dem Hintergrund, dass sich diese Form der Sichtbarmachung an einzelnen Zeichen- und Sehhilfen rekonstruieren und lehren lässt, habe ich das Konzept des neu gegründeten Hamburger Laboratorium Aesthetische Bildung (LAB) vorgestellt, das in Kooperation optische Experimente wissenschaftshistorisch rekonstruiert und für didaktische Zwecke nachbaut.

Kunstpädagogisches Kolloquium in Loccum

Am letzten Wochenende fand das fünfte kunstpädagogische Kolloquium an der evangelischen Akademie in Loccum statt.

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Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Brenne (s. Bild) und Blanka Sophie Siebner trafen sich 15 Nachwuchswissenschaftler und Wissenschaftler aus der Kunstpädagogik und benachbarter Disziplinen, um unabhängig von Institutionen und Betreuungsverhältnissen über eigene Forschungsvorhaben in progress zu sprechen. In diesem Jahr hieß das gemeinsame Thema „Räume“. Näheres

Loccum V – Call for Papers

Call for papers

Räume
20.-21.9.2008

Räume der Bildung und Forschung verändern sich derzeit in brisanter Schnelligkeit. Nicht erst das digitale Zeitalter verwandelt Klassenzimmer und Universitäten in Funkareale, softwaregesteuerte Kursanmeldepools und elearning-Stationen. Auch die staatliche und private Schul- und Hochschulreform der letzten Jahre verwandelt Lernlandschaften, Organisationsabläufe, Kommunikationsstrukturen und Lernkulturen.
Räume der Bildung und Forschung sind nicht unabhängig von den historisch bedingten Raum-Zeit-Vorstellungen zu denken und bedingen spezifische Handlungsformen…

Leitung: Andrea Brenne, Blanka Sophie Siebner
Mehr Informationen finden Sie hier