Kunstpädagogik

Vortrag an der Kunsthochschule Kassel

In der Kunsthochschule Kassel gibt es das Format »Punkt Sechs«, ein kunstpädagogisches Forum zum wissenschaftlichen Austausch über Forschung und Lehre, das Prof. Dr. Tanja Wetzel veranstaltet. Am Di, den 18.06.2019 um 18.00 Uhr spricht Prof. Dr. Andrea Sabisch zum Thema »Sehend involviert werden« über prozessuale Fallverläufe ihrer Studien zu Bildwerdung und Bilderfahrung.

Grundlagenlehre. Kunst und Gestaltung – Tagung in Salzburg

Die Frage nach bildnerischen oder künstlerischen Grundlagen in der Ausbildung von Künstlern, Gestaltern, Lehrern und Schülern ist ein »heißes Eisen«. Auf der einen Seite besteht große Skepsis gegenüber einer Festschreibung oder Standardisierung bestimmter Lehrinhalte und die Befürchtung einer damit einhergehenden Einschränkung der künstlerisch-gestalterischen Freiheit. Andererseits werden die Lehrenden in der Schule mit dem Bedürfnis nach solchen Grundlagen von Seiten der Schülerschaft konfrontiert. Daher wünschen sich viele Lehramtsstudierende an den Hochschulen den Unterricht von bildnerisch-künstlerischen Grundlagen, damit sie angemessen auf ihre Lehrtätigkeit in der Schule vorbereitet werden. Weiterführende Informationen zur Tagung vom 28.-29.05.2019 am Mozarteum und den Vorträgen finden Sie im Programm. Siehe auch Vortrag Sabisch: »Grundlagen anders denken – Bildlichkeit und Kunst.«

Ambiguität und Demokratiebildung in Kunst und Pädagogik,

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Im Rahmen des »Open Space« der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen findet am 23. Februar die Tagung »Ambiguität. Demokratische Haltungen bilden in Kunst und Pädagogik« statt, die von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und der Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung ausgerichtet wird. Andrea Sabisch wird auf dieser u.a. mit einem Vortrag zu denkbaren Verknüpfungen zwischen Ambiguität, Kunst und Bildung halten. Weitere Informationen zur Tagung und das Tagungsprogramm gibt es hier.

Tagung zum Selbstverständnis der Kunstpädagogik an einer Akademie

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Im Zuge der »Arbeitstagung zum Selbstverständnis der Kunstpädagogik an einer Kunstakademie«, welche am 26. Oktober 2018 an der HFBK Hamburg stattfand und die Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Kunstpädagogik stellte, ist im Dezember die neue Ausgabe der HFBK-Hochschulmagazins »Lerchenfeld« erschienen. In der 46. Ausgabe sind neben den Vorträgen der Referent_innen (Sara Burkhardt, Alexander Henschel, Torsten Meyer, Carmen Mörsch, Marcus Recht, Andrea Sabisch, Ina Scheffler, Nora Sternfeld und Manuel Zahn) auch Beobachtungen von Kita Nedo und Lukas Sonnemann nachzulesen die zu weiteren Reflektionen der Tagung einladen.

Arbeitstagung an der HfbK zum Selbstverständnis der Kunstpädagogik

Lukas Sonnemann, o.T., 2016, Ei, Flasche, Sockel, Maße variabel; Foto: Tim Albrecht

An der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) wurde ein Verständigungsprozess über die künftige Ausrichtung und Struktur des Lehramtsstudiums in der eigenen Institution angestoßen, um die Ausgangsposition der auszubildenden Kunstlehrerinnen und -lehrer perspektivisch zu stärken. Die Arbeitstagung dient dem Versuch, in eine vertiefende Diskussion über die Rolle der Kunstpädagogik an einer Kunstakademie einzusteigen und wichtige Impulse für den Studiengang zu erhalten. Insgesamt neun Referentinnen und Referenten, die sehr verschiedene Positionen in diesem Themenfeld vertreten, werden im Podiumsgespräch Fragenstellungen wie die folgenden offen verhandeln: Wie ist das Verhältnis zwischen Kunst und Kunstpädagogik zu definieren? Wie und von wem kann der kunstpädagogische Arbeitsbereich an einer Kunstakademie am sinnvollsten wahrgenommen werden? Und warum sollte die Lehramtsausbildung „Bildende Künste“ an einer Kunsthochschule verankert sein (oder auch nicht)?

Ablauf

  • Panel 1
    12-13:30 Uhr
    Carmen Mörsch, Kunstvermittlerin und Kulturwissenschaftlerin, künstlerisch-pädagogische Leiterin von Kulturagent.innen Schweiz
    Marcus Recht, Kunstvermittler und Gastprofessor für Kunstpädagogik, HFBK Hamburg
    Manuel Zahn, Professor für Ästhetische Bildung, Institut für Kunst und Kunsttheorie, Universität zu Köln
    Moderation: Michaela Ott Professorin für Ästhetische Theorien, HFBK Hamburg
  • Panel 2
    14:15-15:45 Uhr
    Alexander Henschel, Kunstvermittler und Gastprofessor für Kunstpädagogik, HFBK Hamburg
    Andrea Sabisch, Professorin für Kunstpädagogik und Visuelle Bildung, Universität Hamburg
    Nora Sternfeld, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, documenta-Professorin, Kunsthochschule Kassel
    Moderation: Heiko Lietz und Lukas Sonnemann, Lehramtsstudierende HFBK Hamburg
  • Panel 3
    16:15-17:45 Uhr
    Sara Burkhardt, Professorin für Didaktik der bildenden Kunst, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
    Torsten Meyer, Professor für Kunst und ihre Didaktik, Geschäftsführung des Instituts für Kunst und Kunsttheorie, Universität zu Köln
    Ina Scheffler, Vertretungsprofessorin für Kunstvermittlung, Universität Siegen
    Moderation: Bettina Uppenkamp Professorin für Kunst- und Bildgeschichte, HFBK Hamburg

Rezension zur Bildwerdung von Volkmar Mühleis

Volkmar Mühleis auf fixpoetry com: »Es gibt nur wenige Studien, in denen minutiös die Erfahrung künstlerischer Arbeiten untersucht wird. Beispielhaft sind hier die Bücher Blick – Wort – Berührung von Maria Peters und der Sammelband Vor dem Kunstwerk, herausgegeben von Heiko Hausendorf. Während Maria Peters 1996 in ihrer Studie die Versprachlichung von Tasterfahrungen an Skulpturen thematisierte – anhand der Texte einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern –, operiert, so könnte man sagen, Hausendorfs Darstellung 2007 bereits mit eye-tracking-Verfahren, der sequenziellen Bilderschließung von Blickbewegungen angesichts eines Kunstwerks. Es entsteht so ein Spektrum von phänomenologisch beschreibender Sicht angefangen, bis hin zu empirischen Berechnungen. Andrea Sabisch hat nun eine Studie veröffentlicht, welche die Schwerpunkte erneut verschiebt, neue Forschungsansätze eröffnet und sicher als aktuelle, dritte Referenz in diesem Zusammenhang genannt werden muss.« Weiterlesen…

Neue Monografie zur Bilderfahrung

Der neue Band zur Bildwerdung ist soeben im kopaed Verlag München erschienen und kann ab sofort bestellt werden!
Die Entstehung des Neuen ist eng mit Prozessen der Bilderfahrung und dem Sichtbarwerden verwoben. Sie berührt den Kontext von Bildung und Forschung auf elementare Weise. Durch Bilder lernen wir etwas anderes zu sehen und auf neue Weise wahrzunehmen. Aber wie lässt sich der Prozess der Bildwerdung denken? Wie erfahren wir Bilder? Was geschieht, wenn wir Bilder betrachten, entwerfen oder herstellen? In welcher Weise regulieren, ordnen, formen und organisieren Bilder unsere Vorstellungen, Erinnerungen und Affizierungen? Wie richten sie uns räumlich und leiblich aus?
Während sich diese Fragen kaum übergreifend beforschen lassen, da sich das komplexe Geschehen zwischen Bildwerdung und Subjektbildung einem direkten Zugang entzieht, entwirft Sabisch ein experimentelles Forschungssetting für eine indirekte Empirie. Am Beispiel von zwei künstlerischen Bildsequenzen und verschiedenen schulischen Gruppensituationen untersucht sie leibliche, zeichnerische, emotionale, sprachliche und zeigende Antworten auf Bilder. Anhand kontrastiver Fälle arbeitet sie Symptome der Bilderfahrung heraus, die als Gelenkstelle zwischen Besonderem und Allgemeinem, wie auch dem Singulären und Exemplarischen fungieren. Sie entwickelt so nicht nur eine zeitgemäße Kasuistik symptomatischer Bilderfahrungen, sondern entfaltet zudem Grundlagen für eine Methoden- und Theoriebildung der Bilderfahrung im Horizont von Responsivität.

Neuer Band zu Portfolios

Fachdidaktik Kunst und Design

Dieses Buch enthält verschiedene Beiträge zur Portfolioarbeit im Unterricht der Sekundarstufen 1 und 2. Neben kunst- und design-didaktischen Ansätzen und Modellen zur Portfolioarbeit werden fachdidaktische Hinweise und Methoden vorgestellt, um mit Portfolios Gestaltungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und auszuwerten. Der Band richtet sich gleichermaßen an Fachlehrpersonen, Studierende und Dozierende der Pädagogischen Hochschulen und Kunsthochschulen in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung des Fachgebiets »Kunst und Design«.
Darin: Sabisch, Andrea: Zur Relation zwischen Aufzeichnung und Erfahrung. S. 51-61.

Erschienen: Kunstpädagogik im Anschluss an Pazzini

cover

In der Bildenden Kunst haben sich Menschen in historisch und kulturell unterschiedlichen Arten und Weisen einen besonderen Bereich der Bildung vor Bildern geschaffen. Karl-Josef Pazzini versteht Bildende Kunst immer auch als Forschung zur Verfassung und Beschreibung des Subjekts auf dem Weg zum Anderen und vom Anderen. Künstlerische Arbeiten werden in dieser Perspektive nach möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihre Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Er hat diese These in seiner kunstpädagogischen Lehre und Forschung in der Konfrontation mit vielen Bildern und Kunstwerken erprobt, mit Theoretisierungen versehen und in den kunstpädagogischen Diskurs eingebracht. Das in 2015 erschienene Buch Bildung vor Bildern. Kunst – Pädagogik – Psychoanalyse zeugt davon.
Die Beiträge des hier vorliegenden Sammelbands befragen im Anschluss daran die theoretische Ausrichtung des Zusammenhangs von Kunst und Pädagogik. (Ehemalige) Studierende, Schüler*innen und Kollegen*innen von Karl-Josef Pazzini aus dem Feld der Kunstpädagogik reflektieren ihre individuellen Bezüge zu seinen Arbeiten und kalkulieren den Übertrag in die eigene Lehr- und Forschungsarbeit.
Darin u.a.: Johns, Stefanie: Oszillierende Bildkondensate (Kommentar zur Rahel Puffert)
Sabisch, Andrea: Zwischen Bildern und Betrachter*innen. Wie Bilder uns ausrichten.
Wollberg, Ole: Bildungen des Ungewussten oder How to do Anmut.
Zahn, Manuel: Bildschirme. Medienökologische Perspektiven auf das (in)dividuelle Phantasma in der aktuellen Medienkultur.