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Einladung: Ausstellung Bilderbücher des Lernbereichs Bildende Kunst

© Stefanie Frohwein

Studierende des Lernbereichs Bildende Kunst an der Universität Hamburg zeigen am 27.10.2010 ab 19 Uhr Ihre selbst illustrierten Bilderbücher, Filme, Skizzen udn Fragmente zum Thema »Das Unheimliche« aus den Werkstattseminaren bei Manuel Zahn und bei mir. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein. Die Präsentation findet im Café nur für Gäste und im Foyer des Von-Melle-Park 8 statt.

Rezension aus Österreich: Leglers Buch

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In der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift vom Berufsverband Österreichischer Kunst- und Werkerzieher/innen  rezensiert Prof. Dr. Helga Bauchschartner von der Universität Mozarteum Salzburg Wolfgang Leglers Buch: „In acht Themenkreisen inspiriert Wolfgang Legler zu didaktischem Denken auf höchstem Niveau. Er befasst sich mit der Identitätsfindung der Fachdidaktik in ihrem Verhältnis zur allgemeinen Didaktik und der Erziehungswissenschaft und legt dabei den Finger auf offene Wunden. Seinen Ausführungen mangelt es keineswegs an realistischer Einsicht, was sowohl dieses eher angespannte Verhältnis betrifft, als auch die Problematik der konstatierten weitestgehenden Wirkungslosigkeit fachdidaktischer Modelle auf die konkrete Unterrichtspraxis. Die Diskrepanz zwischen hochkomplexen, philosophisch begründeten Theorien der Erziehungswissenschaft zu situationsbedingten Planungs- und Handlungsentscheidungen im Unterrichtsfach ist schwer zu überbrücken. Trotz oder besser wegen dieses Problembewusstseins unternimmt Wolfgang Legler in den über 30 Jahren gesammelten wissenschaftlichen Texten einen gedanklichen Brückenschlag zwischen höchster Abstraktion und beispielhafter Konkretion. (…) Der von Torsten Meyer. Karl-Josef Pazzini und Andrea Sabisch herausgegebene Band ist in vielfältiger Weise anregende Lektüre und Aufforderung zum Weiterdenken.“

Interdisziplinäre Tagung „Inszenierung von Wissenschaftspraxis“ am 18.-19.2. an der Universität Hamburg

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Jede Wissenschaft ist an bestimmte Inszenierungs- und Repräsentationsweisen gebunden, um öffentlich wirksam und kommunizierbar zu werden. Darstellbarkeit und Darstellung sind aber nicht unabhängig von der Forschung zu denken, sondern sind vielmehr Bestandteile des spezifischen Wissens und ihrer Produktion. Durch die digitale Zäsur und neue visuelle Möglichkeiten der Repräsentation verändern sich gegenwärtig nicht nur die wissenschaftlichen Darbietungen, sondern die wissenschaftliche Praxis selbst. Der Einzug visueller Darstellungsmodi und Kommunikationsstrukturen berührt die Wissenschaftspraxis von Natur- und Geisteswissenschaftlern derzeit gleichermaßen: Neben bildgebenden Verfahren wurden neue visuelle Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden entwickelt, die eine neue Speicherung und Archivierung erfordern, neue Publikations- und Editionspraktiken und  damit auch neue Forschungsgegenstände, Laboratorien und Distributionswege entstehen lassen. Gerade die Wissenschaftspraxis, und zwar sowohl die geisteswissenschaftliche als auch die naturwissenschaftliche, entzieht sich jedoch einer breiten Bevölkerungsschicht. Was tut ein Theaterwissenschaftler, Physiker oder ein Philosoph, wenn er forscht? Wie arbeitet ein Kunsthistoriker, ein Erziehungswissenschaftler oder ein Biologe und wie lässt sich das darstellen?

Programm und Anreise

Lehrerfilm: Guten Morgen Herr Grothe!

In der von Manuel Zahn gegründeten Reihe Lehrer-Performances. Spiel/Film-Beispiele fand gestern an der Universität Hamburg eine Filmbesprechung über den Film „Guten Morgen Herr Grothe“ von Lars Kraume statt. Anhand dieses Films lässt sich hervorragend über Fragen diskutieren, dies im derzeitigen Bildungsdiskurs oftmals ausgeblendet werden: Was bedeutet Lehren? Welche Grenzen gibt es innerhalb der Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden? Kann man sie vorher kennen? Wie können sie immer wieder ausgehandelt werden? Welche Formen gibt es für Lehrende, sich darüber auszutauschen? Weiterlesen

Neue Studiengänge, neue Textsorte

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Die von Manfred Blohm herausgegebenen Anthologie „Kurze Texte zur Kunstpädagogik“ ist eine  Antwort auf die neuen Studienbedingungen der Bachelorstudiengänge in der Kunstpädagogik. Sie umfasst Texte, die jeweils in 15 bis 20 Minuten lesbar sein sollen und die Bereiche Kunstgeschichte, Zeitgenössische Kunst, Dinge – Räume – Alltag sowie Fachdidaktische Fragestellungenauf unterschiedliche Art und Weise miteinander verknüpfen und zuspitzen. Als bewusst heterogene Textsammlung von 28 Autoren aus Schule und Hochschule stellt sie einen Ideenfundus für „erste Ideen und Anregungen für die Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Fragestellungen“ dar. Dieser bescheidene aber wirkungsvolle Anspruch bietet einen exemplarischen Einblick in Facetten dess Faches, für das wenig Vorwissen vonnöten ist und möglicherweise auch Studierende erreicht, die Kunst nicht als Erstfach angewählt haben.

Laboratorium Ästhetische Bildung

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Auf dem II. Kongress der Schulerneuerer und Schulgründer „Treibhäuser & Co“ in Bregenz am Bodensee habe ich in der Klausur im Schloss Salem einen Workshop angeboten, in dem exemplarisch gezeigt, probiert und gemeinsam diskutiert wurde, wie ein materialgelenkter, experimentierfreudiger forschender Kunstunterricht (auch für altersgemischte Klassen, insbesondere der Sekundarstufe I) in Zukunft aussehen kann. Ausgangspunkt war ein Phänomen, welches die europäische Geschichte, die bildhafte Darstellung und damit einhergehend unsere Sehgewohnheiten entscheidend beeinflusste: Die Entdeckung der Zentralperspektive.

Wurde die Perspektive in der Renaissance noch als ein Modell des Abbildens neben anderen gedacht, stellt sie spätestens seit der Erfindung der Fotografie eine heute noch selbstverständliche Ordnung des Sehens dar. Sie wurde zur symbolischen Form, die unsere gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Zeit entscheidend formierte.
Vor dem Hintergrund, dass sich diese Form der Sichtbarmachung an einzelnen Zeichen- und Sehhilfen rekonstruieren und lehren lässt, habe ich das Konzept des neu gegründeten Hamburger Laboratorium Aesthetische Bildung (LAB) vorgestellt, das in Kooperation optische Experimente wissenschaftshistorisch rekonstruiert und für didaktische Zwecke nachbaut.

(Un)vorhersehbares Lernen

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Der neue Tagungsband aus der Kunstpädagogik ist da: Im Frühjahr 2007 fand in Dortmund der Bundeskongress der Kunstpädagogik statt. Vertreterinnen und Vertreter des Faches aus Schulpraxis, Forschung und Lehrerausbildung diskutierten aktuelle Inhalte der Kunst- und Bildvermittlung. Der nun vorliegende Tagungsband fasst ausgewählte Beiträge des Kongresses zusammen und geht zugleich über sie hinaus, indem innovative und zum Teil kontroverse Positionen der Kunstpädagogik vorgestellt werden. Das Buch ist eine anschauliche Einführung in den aktuellen Stand ihrer Debatte und Inhalte…

Theater in der Lehre

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Beatrix Wildt, Ingrid Hentschel, Johannes Wildt (Hg.)
Theater in der Lehre
Verfahren – Konzepte – Vorschläge. Unter Mitarbeit von Gerd Koch
Reihe: Lehre aktuell: Theater, Kunst und Medien. Beiträge für die Hochschulpraxis
Bd. 1, 2008, 304 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1272-0

„Theater in der Lehre“ erschließt ein bisher nur sporadisch berührtes Feld interdisziplinärer Hochschuldidaktik: die Einbeziehung theatraler Verfahren des Spiels und der Inszenierung in unterschiedliche Bereiche des Lernens und Lehrens an Hochschulen. In der Begegnung von Wissenschaft und Theater zeigen die in diesem Band versammelten Beiträge wie theatrale Verfahren die Lehre in verschiedenen Fachdisziplinen – von der Musik- und Fremdsprachendidaktik über Lehrerausbildung und Soziale Arbeit bis zu Beratung und Promotionscoaching – erweitern und bereichern können. Entsprechend dem sich in den Kultur-, Human- und Gesellschaftswissenschaften seit langem abzeichnenden „performative turn“ geht es bei den hier vorgeschlagenen Verfahren um eine Gestaltung von Lehr-, Lern-, Forschungs- und Darstellungskulturen mittels der – Theorie und Praxis verbindenden – Kraft von Theater. Ziel ist das Bilden von Strukturen für ein life long learning und einen kreativen Umgang mit den Herausforderungen in Modernisierungsprozessen. Mit der Theatralisierung von Lehr- und Lernprozessen wird Wissen lebendiges Wissen… Autoren

»Die Arbeit ist aufregend…«

…schreibt Jörg Zirfas in der jüngsten Rezension in der Zeitschrift für Pädagogik zu meinem Buch Inszenierung der Suche:
»Die Arbeit ist aufregend, weil sie empirische Forschung mit Theoriebildung verknüpft und deutlich macht, dass und inwiefern ästhetische Erfahrungen forschungskonstituierend und -organisierend sind. Mit ihr wird die Herstellung von Empirie wie von Theorie als ästhetischer Erfahrungsprozess und wird die Kunst als Form einer Wissenschaft der angewandten ästhetischen Erfahrung verstehbar. Und die Arbeit ist anregend, weil sie – nicht nur für die Kunstpädagogik andere didaktische Einsätze nahe legt, die performativer, kontingenter und individueller sind, als in den meisten üblichen Didaktiken. Mit ihr wird deutlich, wie man ästhetische Erfahrungen methodisch hervorbringen und rahmen sowie didaktisch anwenden und reflektieren kann. Karl Josef Pazzini hat schon Recht, wenn er im Vorwort für das Buch davon spricht, dass diese kunstpädagogische Arbeit über das Feld der Kunstpädagogik weit hinausgeht: Der ›Entwurf einer wissenschaftskritischen Grafieforschung‹ ist auch·für die Theorie und Praxis der allgemeinen Pädagogik, der empirischen Forschung sowie der methodischen und didaktischen Modelle von beträchtlicher Relevanz.« weiterlesen…

Weitere Rezensionen: Siehe Anja Kraus in der Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik Zeitschrift für und Christine Heil in den BDK-Mitteilungen.

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