Publikation

Das Subjekt, dem Wissen unterstellt wird: Festschrift für Karl-Josef Pazzini


Lange war es ein gut gehütetes Geheimprojekt, nun ist es da! Am Samstag wurde es anlässlich der Feier zum 60. Geburtstag von Karl-Josef Pazzini endlich enthüllt: Die Festschrift für Karl-Josef Pazzini, die von seinen »Schüler/innen« herausgegeben wurde: Meyer, Torsten/ Crommelin, Adrienne/ Zahn, Manuel (Hg.): Sujet supposé savoir. Zum Moment der Übertragung in Kunst Pädagogik Psychoanalyse, Berlin: Kadmos 2010. – Es ist ein tolles 384-Seiten-Buch geworden mit bildungstheoretischen, kunstpädagogischen udn psychoanalytischen Beiträgen, sowie künstlerischen Interventionen von insgesamt 48 Eingeweihten: continue reading „Sujet suopposé savoir – Festschrift für Karl-Josef Pazzini“ Unbedingt lesenswert!

Verrat am Subjekt

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Im Rahmen der von Karl-Josef Pazzini und Manuel Zahn veranstalteten Ringvorlesung, die sich mit unterschiedlichen Inszenierungen des Lehrens im internationalen Spielfilm auseinandersetzt,werde ich heute zum Thema „Grenzen der Lehre“ sprechen: Hanekes Film Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte ist mehr als eine filmische Fiktion in dokumentarischer Manier mit Relevanz für die Gegenwart. Aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive stellt sich in diesem Film die Frage nach Bedingungen und Grenzen der Lehre neu. Unter dem Deckmantel der Fürsorge geschieht etwas, was der Geschichte vorgelagert wurde und zugleich immer wieder vorgeführt wird: ein Verrat am Subjekt. Ist dies der Grund, warum der Lehrer schließlich Schneider wird?

Neues Buch zum Kerncurriculum Erziehungswissenschaft

Cover gesellschaftliche Bildungen

Diese Neuerscheinung vermittelt grundlegende Kenntnisse der Bedingungen, unter denen Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationsprozesse stattfinden. Erläutert werden politische, ökonomische, kulturelle, soziale und rechtliche Aspekte des Aufwachsens in der heutigen Gesellschaft. Es wird untersucht, welcher Stellenwert den sich wandelnden Beziehungen zwischen den Generationen und den Geschlechtern zukommt, welche Veränderungen die multikulturelle Gesellschaft für Bildung und Erziehung mit sich bringt, wie soziale Ungleichheit, Benachteiligung und Behinderung im Bildungswesen oft sogar verstärkt werden, wie sich Lernen und Ausbildung in der Wissensgesellschaft entwickeln und wie wir unsere Wahrnehmung der Welt durch die Neuen Medien verändern. Gefragt wird nicht zuletzt danach, woher wir eigentlich wissen, was wir wissen: Denn nicht nur die gesellschaftlichen Bedingungen von Bildung und Erziehung selbst sind in historischen Wandel einbegriffen, sondern auch die Art und Reichweite, wie wir sie zu erkennen vermögen. Empfohlen für alle Studierende der Erziehunsgwissenschaft und alle Lehramtsstudiengänge.

Recording and representing aesthetic experience in diaries

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Der Band vereint Beiträge zur erziehungswissenschaftlichen qualitativen Forschung in Brasilien und Deutschland. Neben der Systematisierung der Bedeutung qualitativer Zugänge in beiden Ländern und in der pädagogischen Ausbildung liegt sein besonderer Schwerpunkt auf der dokumentarischen Methode, die in dem Sammelband in drei Kapiteln bezogen auf die Anwendung auf Gruppendiskussionen, Interviews sowie Bild- und Filmmaterial vorgestellt wird. Dabei finden sich jeweils Aufsätze zu methodologischen Grundlagen und methodischen Verfahrensweisen, wie auch solche zu ihrer Anwendung mit Beispielen aktueller erziehungswissenschaftlicher Studien aus Brasilien und Deutschland. Der Band bietet damit die erste umfassende englischsprachige Einführung in Methodologie und Forschungspraxis der dokumentarischen Methode. Mein Beitrag wurde von Sten Mellenthin ins Englische übersetzt.

Rezension aus Österreich: Leglers Buch

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In der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift vom Berufsverband Österreichischer Kunst- und Werkerzieher/innen  rezensiert Prof. Dr. Helga Bauchschartner von der Universität Mozarteum Salzburg Wolfgang Leglers Buch: „In acht Themenkreisen inspiriert Wolfgang Legler zu didaktischem Denken auf höchstem Niveau. Er befasst sich mit der Identitätsfindung der Fachdidaktik in ihrem Verhältnis zur allgemeinen Didaktik und der Erziehungswissenschaft und legt dabei den Finger auf offene Wunden. Seinen Ausführungen mangelt es keineswegs an realistischer Einsicht, was sowohl dieses eher angespannte Verhältnis betrifft, als auch die Problematik der konstatierten weitestgehenden Wirkungslosigkeit fachdidaktischer Modelle auf die konkrete Unterrichtspraxis. Die Diskrepanz zwischen hochkomplexen, philosophisch begründeten Theorien der Erziehungswissenschaft zu situationsbedingten Planungs- und Handlungsentscheidungen im Unterrichtsfach ist schwer zu überbrücken. Trotz oder besser wegen dieses Problembewusstseins unternimmt Wolfgang Legler in den über 30 Jahren gesammelten wissenschaftlichen Texten einen gedanklichen Brückenschlag zwischen höchster Abstraktion und beispielhafter Konkretion. (…) Der von Torsten Meyer. Karl-Josef Pazzini und Andrea Sabisch herausgegebene Band ist in vielfältiger Weise anregende Lektüre und Aufforderung zum Weiterdenken.“

Zeitschrift Ästhetische Bildung

Die neue Ausgabe der Zeitschrift Ästhetische Bildung mit dem Thema „Die Stadt als ästhetischer Erfahrungsraum“ ist seit kurz vor Weihnachten online. Die von Gundel Mattenklott und Constanze Rora herausgegebene Zeitschrift Ästhetische Bildung (ZÄB) verfolgt die Intention, die Grenzen zwischen den Didaktiken der künstlerischen Fächer einerseits sowie zwischen schulischen und außerschulischen Bildungsinstitutionen andrerseits zu überschreiten. Sie wendet sich an Wissenschaftler, Pädagogen und Studierende, die sich mit Fragen ästhetischer Bildung und Erziehung auseinandersetzen.Die jährlich ein- bis zweimal erscheinenden Ausgaben sind je einem Schwerpunkt gewidmet, in dessen Rahmen wissenschaftliche Beiträge von Autoren unterschiedlicher Disziplinen veröffentlicht werden. Die Herausgeberinnen sind bestrebt, dem breiten Spektrum ästhetischer Forschungs- und Bildungspraxen durch die Wahl relevanter Schwerpunkte gerecht zu werden. Außerdem können die Ausgaben unabhängig vom Schwerpunkt auch Beiträge enthalten, die sich auf aktuelle Diskussionen beziehen. In unregelmäßig erscheinenden Beiheften werden umfangreichere Texte aus unterschiedlichen Kontexten des Studiums, der Forschung oder der ästhetischen Praxis veröffentlicht. Vorschläge für Beiträge oder Themenschwerpunkte sind willkommen. 

Portable Media

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In der Schriftenreihe zur Genealogie des Schreibens ist der neue, von Martin Stingelin und Matthias Thiele herausgegebene Band Portable Media im Fink-Verlag erschienen. In 16 Beiträgen werden hier die unterschiedlichen medialen Praktiken des Schreibens und Aufzeichnens (von Notizbüchern über Tonbandaufzeichnungen bis hin zu fotografischen und filmischen Aufzeichnungen), mitsamt ihren optischen und akustischen Schreibwerkzeugen thematisiert und auf ihre präfigurierende Bedeutung im Akt des Schreibens, Graphierens und Memorierens hin befragt. Über meinen Beitrag zur „Expedition und Ozeanographie“ schreiben die Herausgeber: „Eine außergewöhnliche mobile Aufzeichnungsszene umkreist Andrea Sabisch, die sich den Tauchfahrten des Hamburger Künstlers Stephan Mörsch zuwendet, der eine Schreibtafel, wie sie auf Tauchgängen für Notizen und Mitteilungen an den Tauchpartner benutzt wird, für das Zeichnen unter Wasser umgerüstet hat. Durch den Mobilitätstyp des Tauchens werden die Grenzen und Widerstände des verschiedenen Faktoren des Aufzeichnunsaktes verfremdend provoziert und thematisiert. Da das künstlerische Experimentalprojekt zugleich mit der Konstruktion und dem Einsatz meertauglicher Zeichenmaschinen einhergeht, die die Meeresbewegung automatisch aufzeichnen, kontextualisiert Sabisch die künstlerischen Arbeiten zudem durch Facetten der Kulturgeschichte des Meeres und der Geschichte der Ozeanographie.“

Neue Rezension zur »Inszenierung der Suche«

Im Doppelheft des ZQF zum Thema »Zugänge zu Erinnerungen. Psychoanalytischpädagogische und biographietheoretische Perspektiven und ihre theoretischen Rückbindungen«, welchesnun endlich erschienen ist, schreibt Gereon Wulftange eine neue Rezension. Darin heißt es u.a.: »Die Arbeit zieht in ihren Bann, weil und indem sie vorführt, dass die eindeutige Trennung vom so genannten Forschersubjekt (dem ,Erkenntnissubjekt‘) und seinem objektivierten Gegenstand (den ,Dingen der Welt‘) illusorisch ist, dass sich beide vielmehr wechselseitig durchdringen. Das kann man während der Lektüre nachdenkend erfahren. So wird man regelrecht in einen Denkprozess gezwungen, wie z.B. die ,eigene‘ Wissenschaftspraxis mit dem ,Anderen‘ des Gegenstandes verfahrt, ihn formt und als solchen allererst hervorbringt. Die Arbeit kann unter diesem Gesichtspunkt als fundierte Wissenschaftskritik gelesen werden. […] Dieses Buch bietet eine beeindruckende Fundgrube faszinierender Denklinien und gibt als ,Entwurf einer wissenschaftskritischen Grafieforschung‘ dem Kunstpädagogen ebenso zu denken wie dem allgemeinen Erziehungswissenschaftler. « Zur Rezension

Rezension: Kunst – Pädagogik – Forschung

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In der Erziehungswissenschalftlichen Revue Nr.8 (2009), Nr. 5 (September/Oktober) hat Marion Theuswald eine Rezension zu unserem Forschungsbuch geschrieben:

… Was der Titel des Sammelbandes verspricht, das hält er auch, soviel sei vorweg genommen: Die 21 Beiträge widmen sich aktuellen – teilweise noch unabgeschlossenen – kunstpädagogischen Forschungsprojekten in Deutschland und reichen thematisch von „Forschen mit Kontrastmittel“ (Ansgar Schnurr) über den Kunstbetrachtungsunterricht Alfred Lichtwarks (Nobumasa Kiyonaga) bis zu „Bewegung als Dimension ästhetischer Bildung“ (Andreas Brenne). Es wird sichtbar, dass zu gängigen wissenschaftlichen Forschungsmethoden und pädagogischen Praxen in der Kunstpädagogik auch künstlerische Formen der Forschung und Vermittlung entwickelt werden. …

Marion Thuswald: Rezension von: Meyer, Torsten / Sabisch, Andrea (Hg.): Kunst Pädagogik Forschung, Aktuelle Zugänge und Perspektiven. Bielefeld: transcript 2009. In: EWR 8 (2009), Nr. 5 (Veröffentlicht am 02.10.2009), URL: http://www.klinkhardt.de/ewr/978383761058.html

Wolfgang Legler: Kunstpädagogische Zusammenhänge

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Anlässlich seines Abschieds in den Ruhestand haben Torsten Meyer, Karl-Josef Pazzini und ich Wolfgang Legler ein Buch geschenkt. Unter dem Titel „Kunstpädagogische Zusammenhänge“ sind seine wichtigsten Texte zur Fachdidaktik und zur ästhetischen Bildung in einem handlichen Buch vereinigt. Der Titel des Buchs ist programmatisch gewählt: Kunstpädagogische Zusammenhänge verweisen auf Kontexte, in denen Fachdidaktik und ästhetische Bildung »verortet« werden müssen. Es geht um den »disziplinären Ort« der Fachdidaktik in ihrem Verhältnis zur Allgemeinen Didaktik und zur (allgemeinen) Erziehungswissenschaft.
Jenseits isolierter kunstpädagogischer Einzelpositionierungen denkt Wolfgang Legler in seinen Schriften darüber nach, welche Verhältnisse zwischen Selbst und Welt – Sehen, Denken, Machen – für die Kunstpädagogik eigentlich konstitutiv sind. Er fragt nach den Relationen von Kunstpädagogik und Gesellschaft und der besonderen Verantwortung von Kunst und Kunstpädagogik im Insistieren auf nicht-instrumentelle Zugänge der Erfahrung und des Verstehens von Welt.

Wolfgang Legler: Kunstpädagogische Zusammenhänge. Schriften zur Fachdidaktik und zur ästhetischen Bildung. Herausgegeben von Torsten Meyer, Karl-Josef Pazzini und Andrea Sabisch, ATHENA 2009 (Pädagogik: Perspektiven und Theorien, herausgegeben von Johannes Bilstein, Bd. 11)

Ab sofort kann dieses Buch käuflich erworben werden: Bestellung bei ATHENA