Vortrag

Ringvorlesung im SoSe 2019: Wie zusammen arbeiten?

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Zusammenarbeit ist mehr als die synchronisierte, mediale Assoziierung von Menschen, Dingen und Aktanten. Zusammenarbeit ist ein riskantes Unterfangen und aktualisiert sich zwischen den aufeinander bezogenen und ineinander verschränkten Prozessen der Sozialisierung und der Subjektivierung. Sie oszilliert zwischen der Erfahrung von Irritation und dem Irritieren des Eigenen. Es braucht eine gewisse Absonderung, Autonomie und Singularität der Einzelnen, die historisch oft Künstler*innen zugesprochen wurde, damit eine Zusammenarbeit als Reibung produktiv werden kann. Zugleich bedarf es einer Anschluss- und Verständigungspraxis, die historisch oft Pädagog*innen unterstellt wurde, um Verständigung jenseits eines vermeintlichen Konsenses überhaupt zu ermöglichen.
Im Rahmen der Ringvorlesung stellen wir die Frage, wie wir im Spannungsfeld von Kunst und Bildung trotz oder gerade wegen unterschiedlicher Selbstverständnisse zusammenarbeiten (wollen)? Das Spektrum reicht von temporären Projekten zwischen Schulen, Museen, Kunsthochschulen und Universitäten bis hin zu ko-konstruktiven Praktiken der Autorschaft, des Team-Teachings, der Teamforschung, des Projektmanagements, der Sichtbarmachung in Kunst und Wissenschaft. Was sind implizite und explizite Motivationen, Bedingungen, Hemmnisse und Herausforderungen der Zusammenarbeit in Produktion und Rezeption? Wie werden die Strukturen der Beteiligung und der Exklusion erlebt? Wo und wie können Konflikte reflektiert werden? Welche medialen Infrastrukturen werden zur Koordination, Organisation, Kommunikation, zur Abstimmung und Planung in Anspruch genommen? An welchen Stellen und Orten können Strukturen, Hierarchien und Freiheiten verändert werden?

Koordination:
Andrea Sabisch & Stefanie Johns
Universität Hamburg,
Fakultät für Erziehungswissenschaft
In Kooperation mit:
Alexander Henschel & Marcus Recht
Hochschule für Bildende Künste Hamburg

Ambiguität und Demokratiebildung in Kunst und Pädagogik,

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Im Rahmen des »Open Space« der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen findet am 23. Februar die Tagung »Ambiguität. Demokratische Haltungen bilden in Kunst und Pädagogik« statt, die von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und der Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung ausgerichtet wird. Andrea Sabisch wird auf dieser u.a. mit einem Vortrag zu denkbaren Verknüpfungen zwischen Ambiguität, Kunst und Bildung halten. Weitere Informationen zur Tagung und das Tagungsprogramm gibt es hier.

Vortrag an der CAU in Kiel

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hält Andrea Sabisch heute um 18 Uhr einen Vortrag mit anschließendem Workshop zum Thema »Bilder im Entstehen«. In diesem Vortrag geht es um die zeitgemmäße wie rätselhafte Frage, wie wir Bilder erfahren und wie wir diesen Prozess in der Forschung einholen können. Wie stellen sich Bilder ein? Was geschieht, wenn wir Bilder ansehen? Wie ist das Verhältnis vom Bild zum Imaginären zu denken? Wie affizieren uns Bilder? Und wie entstehen Bilder jenseits des Wiedererkennens? Wie kann man Bildfindungen und Bildwerdungen zeigen? Anhand verschiedener Beispiele zeigt die Hamburger Bildforscherin Andrea Sabisch, wie dynamische Prozesse des Bildens in Lehre und Forschung zum Thema werden können, ohne sie zu erklären oder ihnen ihre Sperrigkeit zu nehmen.