Loccum 2005

Zweites kunstpädagogisches Kolloquium in der Ev. Akademie Loccum
zur Innervierung, Entwicklung und Pflege einer neuen
kunstpädagogischen Forschungs- und Tagungskultur01.09.- 03.09.2005

Leitung
Dr. Andreas Brenne
Christine Heil
Julia Rabe-Kröger

Erkenntnispraxen im Feld von Kunst und Pädagogik

Konzeption

Das Kolloquium dient zur weiteren Innervierung, Entwicklung und Pflege einer neuen kunstpädagogischen Forschungs- und Tagungskultur. Besonders für aktuelle Prozesse der Forschung im kunstpädagogischen Kontext wird hier ein Forum geschaffen, um Wissenschaft als gemeinsame Arbeit zu praktizieren. Es geht darum, am ‚Rohmaterial‘ die eigene Forschungspraxis zu reflektieren und in Aspekten zur Diskussion stellen. Wünschenswert ist deshalb mehr die Thematisierung von noch brüchigen Zusammenhängen, akuten Fragen und methodischen Vorgehensweisen. Die jeweilige Planung und Konzeption eines Kolloquiums findet unabhängig von institutionellen Anbindungen und Betreuungsverhältnissen statt.

Die Erfahrung des letzten Kolloquiums hat gezeigt, dass ein konstruktives Weiterdenken der Forschungsprojekte innerhalb ihrer jeweils vorgegebenen inhaltlichen wie institutionellen Rahmenbedingungen erst durch eine bestimmte Haltung der Vortragenden und Zuhörenden sowie Mitdenkenden möglich wird. Um dafür die nötigen Bedingungen zu schaffen, ergeben sich folgende strukturelle Entscheidungen:

Vielfalt der Beiträge
Vortragsweise und Präsentationsmodus wird von den Autoren bestimmt (z.b. 10 Minuten Vortrag mit anschließender Diskussion, oder ein sofortiges Gespräch mit Informationseinschüben)
offene individuelle Nutzung des Kolloquiums
im Vorwege zugesandte/ins Netz gestellte Abstracts und ggf. Materialien
begrüßenswert: konkrete gemeinsame Arbeit am Material eines Beitrages (z.B. Anwendung eines empirisches Verfahrens, um es kennen zu lernen)
Teilnehmerzahl zwischen 12 und 15
Bücher- und Materialtisch

Zum Titel des diesjährigen Kolloquiums 2005

Die Erkenntnispraxis als Leitbegriff betont, dass die Entwicklung und Reflexion der eigenen wissenschaftlichen Vorgehensweise ein Schwerpunkt dieses Kolloquiums ist. Der Plural zeigt an, dass es nicht um eine einzige, sondern um jeweilige Praxen geht, die in sehr unterschiedlichen Verhältnissen, Bezügen, Adaptionen, Austauschmöglichkeiten oder Grenzüberschreitungen zwischen Kunst, Vermittlung (Pädagogik) und qualitativer Forschung stehen können. Dabei kann das naturgemäß spannungsvolle ‚Zwischen‘ ebenso wie ein Pendelausschlag zu einer bestimmten Seite Anlass einer Frageperspektive sein, wie es auch möglich ist eine einsame thematische Insel in der Kunst auf ihre Praxis und Erkenntnisqualitäten zu befragen. Das Feld jedenfalls verheißt, dass es etwas zu beackern gibt – und die Verfahren der Feldarbeit sind nun mal vielschichtig (Biodynamik oder Gentechnik).

Ursprung

www.andrea-sabisch.de
Erstes kunstpädagogisches Kolloquium
In der Ev. Akademie Loccum
Leitung Andrea Sabisch
„Die Welt ist alles, was der Fall ist“ (Ludwig Wittgenstein)
07.09. – 09.09.2004

Material zum Beitrag

Sie können weiteres Material für alle Teilnehmer im Vorwege bereitstellen, auf dieser Internetseite oder per Post. Absprachen siehe Kontakt.