Loccum 2007

Call for Papers
Das diesjährige Kolloquium setzt die Tradition fort, eine andere Tagungs- und Kommunikationskultur zu entwickeln, in der ein Forum geschaffen wird, um Wissenschaft als gemeinsame Arbeit in Form von kunstdidaktischen Ateliergesprächen zu praktizieren. Dabei stehen erneut die eigenen Forschungsfragen, insbesondere auch des wissenschaftlichen Nachwuchses, im Mittelpunkt. Das Ziel dieser Tagung ist, deren Bruchstellen, Ungereimtheiten und offene Fragen zu thematisieren. Dies soll vor dem Hintergrund geschehen, die Kulturen der Forschungskommunikation an den Nahtstellen der Kunstpädagogik auszuloten:

Für die Zukunft der kunstpädagogischen Lehre ist die Kommunikation zwischen wissenschaftlicher Forschung und schulischer wie außerschulischer Lehrpraxis unerlässlich. Aber wie können Forschungs- und Lehrpraxis kommuniziert und partizipiert werden, wenn die Institutionen nur ansatzweise kooperieren? Wie können wissenschaftliche Veröffentlichungen für Lehrende zunächst einmal interessant und zugänglich werden? Wie können umgekehrt Lehrende Einfluss auf die Forschung nehmen, um blinde Flecken, Desiderate und die Grenzen aufzuspüren? Und wann sprengt die Forschungs- oder Lehrpraxis theoretische Setzungen?

Kommunikationsprozesse in wissenschaftlicher Forschung beginnen nicht erst mit der Publikation der Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften, Büchern oder Datenbanken. Am Anfang steht eher ein nichtöffentlicher Austausch oder eine fachliche Beratung, die institutionell und personell geprägt sind. Wie aber könnte man darüber hinaus Forschung im Prozess ihrer Entstehung und Organisation im Hinblick auf einen Anwendungszusammenhang kommunizieren? Welche Kommunikationsräume und -kanäle müssen dafür geschaffen werden? Wer sind die Adressaten, welches sind die Strukturen und Dynamiken der Kommunikation? Wie und in welchem Medium übermitteln sich Zeichen, Imaginäres und Visionen? An welche Darstellungsweise und vor welchem sozialen oder ethischen Hintergrund der Forschung ist eine Generierung von Bedeutung und Sinn gebunden? Welche Rolle spielen dabei Performanz, Institutionen und Teilhabe? Welche Motivationen und Anlässe führen dazu, Forschungsvorhaben bereits im Prozess zu kommunizieren?

Das vierte kunstpädagogische Kolloquium strebt eine Verknüpfung der Kommunikation individueller Forschungsvorhaben mit einem grundsätzlichen Nachdenken über Kommunikationprozesse in kunstpädagogischer Forschung an. Die jeweilige Planung und Konzeption eines Kolloquiums findet unabhängig von institutionellen Anbindungen und Betreuungsverhältnissen statt.

Termin: 15.-16.09.2007

Teilnehmerzahl: Das Kolloquium ist auf 15 Teilnehmende begrenzt.

Abstracts: Bitten senden Sie die Abstracts bis spätestens zum 30.6.2007 per Email an: andrea.sabisch@uni-dortmund.de. Auf ca. zwei Seiten soll der Beitrag die eigenen methodischen, theoretischen und praktischen Fragen skizzieren. (Eine Orientierung an dem diesjährigen Thema “Forschung kommunizieren” ist erwünscht, aber keine Vorraussetzung für die Teilnahme!)

Kosten pro Person: 84,60 EZ und VP plus Tagungsgebühr von ca. 15 € = 100,00 €

Leitung
Christine Heil
Andrea Sabisch
Ansgar Schnurr

 

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