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Ausstellung „Bildfindungen“- Studierende entwerfen Bilderbücher

In der ersten Semesterwoche präsentieren Studierende aus der Deutsch- und Kunstdidaktik ihre selbst hergestellten Bilderbücher für den Einsatz im Unterricht. Grundlage für diese Gestaltungsaufgabe war die Kooperation von zwei Seminaren, die  Christoph Jantzen und Andrea Sabisch konzipierten. Das eine zum sprachlichen Anfangsunterricht und das andere zum kunstpädagogischen Thema „Bild und Text“. Beide fanden im Sommersemester 2009 statt. Um die Bandbreite der thematisch und gestalterisch vielfältigen Arbeiten und Entwürfe,  mit Lehrerinnen und Lehrern, sowie anderen Studierenden anzusehen und zu diskutieren, laden wir Sie ein, am 20.10.2009 um 19 Uhr ins Café „nurfürgäste“ zu kommen. es befindet sich unten im Foyer des Von-Melle-Park 8.

Sechstes kunstpädagogisches Kolloquium in Loccum 2009

Im sechsten kunstpädagogischen Forschungskolloquium an der evangelischen Akademie in Loccum diskutierten 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Erziehungswissenschaft und Kunstpädagogik Anfang September miteinander, wie das Verhältnis von quantitativen und qualitativen empirischen Forschungsverfahren gegenwärtig zu denken sei. Dabei ging es sowohl darum, Begründungen und Geltungsansprüche der Forschungsergebnisse im Zusammenhang der gewählten Methode und Frage genauer zu reflektieren, als auch um die Frage der jeweiligen Erkenntnisgenerierung, insbesondere zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsdynamiken und -methodologien. Wie auch in den letzten Jahren fand auch die diesjährige Planung und Konzeption des Kolloquiums unabhängig von institutionellen Anbindungen und Betreuungsverhältnissen statt. Im Unterschied zum letzten Jahr hat das Leitungsteam (Jörg Grütjen, Dr. Anja Mohr, Katharina Küstner und Dr. Ansgar Schnurr) allerdings einen Gastredner, Prof. em. Dr. Peter Schmidt eingeladen, der nicht nur eine äußerst kompetente Einführung in zentrale Fragestellungen gab, sondern darüber hinaus auch die Teilnehmenden zu Ihren eigenen Forschungsfragen und Materialien beriet. Näheres lesen Sie hier.

Wolfgang Legler: Kunstpädagogische Zusammenhänge

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Anlässlich seines Abschieds in den Ruhestand haben Torsten Meyer, Karl-Josef Pazzini und ich Wolfgang Legler ein Buch geschenkt. Unter dem Titel „Kunstpädagogische Zusammenhänge“ sind seine wichtigsten Texte zur Fachdidaktik und zur ästhetischen Bildung in einem handlichen Buch vereinigt. Der Titel des Buchs ist programmatisch gewählt: Kunstpädagogische Zusammenhänge verweisen auf Kontexte, in denen Fachdidaktik und ästhetische Bildung »verortet« werden müssen. Es geht um den »disziplinären Ort« der Fachdidaktik in ihrem Verhältnis zur Allgemeinen Didaktik und zur (allgemeinen) Erziehungswissenschaft.
Jenseits isolierter kunstpädagogischer Einzelpositionierungen denkt Wolfgang Legler in seinen Schriften darüber nach, welche Verhältnisse zwischen Selbst und Welt – Sehen, Denken, Machen – für die Kunstpädagogik eigentlich konstitutiv sind. Er fragt nach den Relationen von Kunstpädagogik und Gesellschaft und der besonderen Verantwortung von Kunst und Kunstpädagogik im Insistieren auf nicht-instrumentelle Zugänge der Erfahrung und des Verstehens von Welt.

Wolfgang Legler: Kunstpädagogische Zusammenhänge. Schriften zur Fachdidaktik und zur ästhetischen Bildung. Herausgegeben von Torsten Meyer, Karl-Josef Pazzini und Andrea Sabisch, ATHENA 2009 (Pädagogik: Perspektiven und Theorien, herausgegeben von Johannes Bilstein, Bd. 11)

Ab sofort kann dieses Buch käuflich erworben werden: Bestellung bei ATHENA

Aufzeichnung und ästhetische Erfahrung

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Welche Erfahrungen im Bereich der ästhetischen Bildung machen eigentlich Studierende und Schüler? Wie kann man ein Portfolio oder ästhetisches Tagebuch anlegen? Und wie hängen philosophische Überlegungen über den Erfahrungsbegriff mit einer qualitativen Forschung zusammen? Diese und andere Fragen werden zum Thema im soeben erschienenen 20. Band der Hamburger Reihe „Kunstpädagogische Positionen„, die auf meinem Vortrag am 14. Januar 2008 beruhen und Teile meiner Dissertation zusammenfassen. Das kleine broschürte Heftchen wird von der University Press Hamburg herausgegeben und ist für 2 € hier erhältlich.

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„Was sollen Kinder und Jugendliche im Bereich der Kunstpädagogik lernen?“ – diese Frage stand im Mittelpunkt einer Tagung, die die Abteilung für Bildende Künste, Kunst- und Werkpädagogik der Universität Mozarteum Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Österreichischer Kunst- und WerkerzieherInnen von Donnerstag, den 19. bis Samstag, den 21. März 2009 veranstaltete. Anlässlich dieser Tagung erschien eine Publikation, in der deutschsprachige Kunstpädagogen sich dazu äußern, was und wie gelernt, organisiert und reflektiert werden sollte und wie man über Kunstunterricht im schulischen und universitären Kontext heute nachdenken kann. Mehr

Interdisziplinäre Tagung „Inszenierung von Wissenschaftspraxis“ am 18.-19.2. an der Universität Hamburg

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Jede Wissenschaft ist an bestimmte Inszenierungs- und Repräsentationsweisen gebunden, um öffentlich wirksam und kommunizierbar zu werden. Darstellbarkeit und Darstellung sind aber nicht unabhängig von der Forschung zu denken, sondern sind vielmehr Bestandteile des spezifischen Wissens und ihrer Produktion. Durch die digitale Zäsur und neue visuelle Möglichkeiten der Repräsentation verändern sich gegenwärtig nicht nur die wissenschaftlichen Darbietungen, sondern die wissenschaftliche Praxis selbst. Der Einzug visueller Darstellungsmodi und Kommunikationsstrukturen berührt die Wissenschaftspraxis von Natur- und Geisteswissenschaftlern derzeit gleichermaßen: Neben bildgebenden Verfahren wurden neue visuelle Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden entwickelt, die eine neue Speicherung und Archivierung erfordern, neue Publikations- und Editionspraktiken und  damit auch neue Forschungsgegenstände, Laboratorien und Distributionswege entstehen lassen. Gerade die Wissenschaftspraxis, und zwar sowohl die geisteswissenschaftliche als auch die naturwissenschaftliche, entzieht sich jedoch einer breiten Bevölkerungsschicht. Was tut ein Theaterwissenschaftler, Physiker oder ein Philosoph, wenn er forscht? Wie arbeitet ein Kunsthistoriker, ein Erziehungswissenschaftler oder ein Biologe und wie lässt sich das darstellen?

Programm und Anreise

Lehrerfilm: Guten Morgen Herr Grothe!

In der von Manuel Zahn gegründeten Reihe Lehrer-Performances. Spiel/Film-Beispiele fand gestern an der Universität Hamburg eine Filmbesprechung über den Film „Guten Morgen Herr Grothe“ von Lars Kraume statt. Anhand dieses Films lässt sich hervorragend über Fragen diskutieren, dies im derzeitigen Bildungsdiskurs oftmals ausgeblendet werden: Was bedeutet Lehren? Welche Grenzen gibt es innerhalb der Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden? Kann man sie vorher kennen? Wie können sie immer wieder ausgehandelt werden? Welche Formen gibt es für Lehrende, sich darüber auszutauschen? Weiterlesen

Neue Studiengänge, neue Textsorte

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Die von Manfred Blohm herausgegebenen Anthologie „Kurze Texte zur Kunstpädagogik“ ist eine  Antwort auf die neuen Studienbedingungen der Bachelorstudiengänge in der Kunstpädagogik. Sie umfasst Texte, die jeweils in 15 bis 20 Minuten lesbar sein sollen und die Bereiche Kunstgeschichte, Zeitgenössische Kunst, Dinge – Räume – Alltag sowie Fachdidaktische Fragestellungenauf unterschiedliche Art und Weise miteinander verknüpfen und zuspitzen. Als bewusst heterogene Textsammlung von 28 Autoren aus Schule und Hochschule stellt sie einen Ideenfundus für „erste Ideen und Anregungen für die Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Fragestellungen“ dar. Dieser bescheidene aber wirkungsvolle Anspruch bietet einen exemplarischen Einblick in Facetten dess Faches, für das wenig Vorwissen vonnöten ist und möglicherweise auch Studierende erreicht, die Kunst nicht als Erstfach angewählt haben.

Laboratorium Ästhetische Bildung

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Auf dem II. Kongress der Schulerneuerer und Schulgründer „Treibhäuser & Co“ in Bregenz am Bodensee habe ich in der Klausur im Schloss Salem einen Workshop angeboten, in dem exemplarisch gezeigt, probiert und gemeinsam diskutiert wurde, wie ein materialgelenkter, experimentierfreudiger forschender Kunstunterricht (auch für altersgemischte Klassen, insbesondere der Sekundarstufe I) in Zukunft aussehen kann. Ausgangspunkt war ein Phänomen, welches die europäische Geschichte, die bildhafte Darstellung und damit einhergehend unsere Sehgewohnheiten entscheidend beeinflusste: Die Entdeckung der Zentralperspektive.

Wurde die Perspektive in der Renaissance noch als ein Modell des Abbildens neben anderen gedacht, stellt sie spätestens seit der Erfindung der Fotografie eine heute noch selbstverständliche Ordnung des Sehens dar. Sie wurde zur symbolischen Form, die unsere gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Zeit entscheidend formierte.
Vor dem Hintergrund, dass sich diese Form der Sichtbarmachung an einzelnen Zeichen- und Sehhilfen rekonstruieren und lehren lässt, habe ich das Konzept des neu gegründeten Hamburger Laboratorium Aesthetische Bildung (LAB) vorgestellt, das in Kooperation optische Experimente wissenschaftshistorisch rekonstruiert und für didaktische Zwecke nachbaut.