Forschung

Jahrestagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung vom 14.-15.01.2021

Vom 14.-15.01. wird die Jahrestagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V. in diesem Jahr online stattfinden. Die wissenschaftliche Sozietät für Kunst Medien Bildung ist eine Interessengemeinschaft von Wissenschaftler*innen, die sich die Aufgabe gestellt hat, existierende und denkbare Verknüpfungen von Kunst, Medien und Bildung zu erforschen, darzustellen und deren Ergebnisse zu publizieren. Beiträge der Tagung umfassen unter anderem:
Jasmin Böschen: Der Fall mit dem Fall. Spuren von Erfahrung im Smartphone-Film.
Dr. des. Stefanie Johns u.A.: Mural Walk.
Prof. Dr. Andrea Sabisch: Bildlichkeit, Montage, Affizierung, Responsivität.
Lukas Sonnemann: Bild(er)ordnung(en) – visuelle Syntagmatik und Bilderfahrung im Medium Ausstellung.
Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini: Sexualität und Wissen für Kunst und Pädagogik.

Disputation Bernadett Settele

Am 17.09.2020 fand die hochschulöffentliche Disputation von Bernadett Settele an der Universität Hamburg statt. Das Thema der Dissertation lautet: »Bildung in Performance. Kollektive ästhetische Situationen als Ausgangspunkt für Bildungsprozesse«. Als Erstgutachterin betreute Prof. Dr. A. Sabisch, als Zweitgutachter Prof. Dr. K.-J. Pazzini.

Disputation Evelyn May

Am 06.05.2020 fand die hochschulöffentliche Disputation von Evelyn May an der Universität Hamburg statt. Das Thema der Dissertation lautet: »Zur Partizipation. Re-Konstruktuktionen von visuellen und sprachlichen Darstellungen ›partizipatorischer‹ Kunstprojekte mit Kindern und Jugendlichen«. Als Erstgutachterin betreute Prof. Dr. A. Sabisch, als Zweitgutachter Prof. Dr. Manuel Zahn.

Vortrag an der Universität Wien

Am Freitag, den 8.11.2019 veranstalteten Univ. Prof. Dr. Iris Laner (Mozarteum Salzburg) und Ass.-Prof. Dott. Evi Agostini (Universität Wien) an der Universität Wien gemeinsam einen Forschungsaustausch zum Thema »Phänomenologisch-Pädagogische Annäherungen an Sichtbares und Unsichtbares«. Prof. A. Sabisch hielt einen Vortrag über »Symptome zwischen Bild- und Sehereignis«, indem sie ihre Forschung zur Bilderfahrung vorstellte.

Rezension zur »Bildwerdung« von Iris Laner

Die Erziehungswissenschaftlerin Iris Laner hat in der erziehungswissenschaftlichen Revue (EWR) jüngst eine auführliche Rezension zur Studie Bildwerdung von Andrea Sabisch veröffentlicht. Einige Auszüge in chronologische Reihenfolge daraus: »Das beispielhafte Vorgehen im empirischen Teil des Buches wird dabei in eine eingängige Methodenreflexion und eine intensive Theoriediskussion eingebettet, die Stimmen aus unterschiedlichen Disziplinen, wie der Erziehungswissenschaft, der Philosophie, der Bildwissenschaft und der Psychoanalyse, ins Gespräch bringt. […]
Gerade dort, wo die Autorin auf kaum bis nicht diskutierte Aspekte der Bildungstheorie hinweist, ist das Buch Bildwerdung nicht nur als Fallstudie interessant. Durch das Miteinbeziehen von philosophischen, bildwissenschaftlichen und psychoanalytischen Theorien leistet es einen spannenden Beitrag zur interdisziplinären Theoriebildung, die sich als besonders geeignet zeigt, auf blinde Flecke der Heimdisziplin hinzuweisen. […]
Sabischs erster beschriebener Fall von Anika und Beeke macht nicht nur in überzeigender Weise klar, dass Zeigen und Sagen, Verkörperung und Versprachlichung eng miteinander verbunden sind und dass diese Verknüpfung eben da sichtbar wird, wo die oberflächliche Solidität erfassender Worte zu bröckeln beginnt. Sabisch zeigt dies in ihrer Fallbeschreibung, die nicht nur sehr exakt und behutsam, sondern auch lebendig, ja, fast mitreißend ist, und in der nachfolgenden Analyse überzeugend. […]
Blickt man […] auf die mittlerweile zahlreichen und vielfältigen Untersuchungen, Analysen und Reflexionen über Bildungsgehalt, Lerneffekte und Kompetenzerwerb im Rahmen der Auseinandersetzung mit visuellen Medien und Bildern, zeigt sich mit aller Deutlichkeit die – nicht nur – diskursive Dringlichkeit des Themas, dem sich Bildwerdung verschreibt. Auch bildungspolitisch gesehen ist der Rahmen, in dem die Autorin ihre Fallstudien theorieaffin, weitsichtig und reflektiert einbettet, höchst brisant. Richtlinien wie das Common European Framework of Reference of Visual Literacy bewerten den kompetenten Umgang mit visuellen Medien und Bildern als zentral für die Umsetzung solider und umfassender Bildungsprogramme. Ihr Buch ist ein spannender, aufschlussreicher und ausgesprochen schön zu lesender Beitrag zu einer Debatte, die damit sicherlich noch nicht zum Abschluss gelangt, aber um viele Ideen, Impulse und Materialien bereichert ist.«

Ringvorlesung im SoSe 2019: Wie zusammen arbeiten?

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Zusammenarbeit ist mehr als die synchronisierte, mediale Assoziierung von Menschen, Dingen und Aktanten. Zusammenarbeit ist ein riskantes Unterfangen und aktualisiert sich zwischen den aufeinander bezogenen und ineinander verschränkten Prozessen der Sozialisierung und der Subjektivierung. Sie oszilliert zwischen der Erfahrung von Irritation und dem Irritieren des Eigenen. Es braucht eine gewisse Absonderung, Autonomie und Singularität der Einzelnen, die historisch oft Künstler*innen zugesprochen wurde, damit eine Zusammenarbeit als Reibung produktiv werden kann. Zugleich bedarf es einer Anschluss- und Verständigungspraxis, die historisch oft Pädagog*innen unterstellt wurde, um Verständigung jenseits eines vermeintlichen Konsenses überhaupt zu ermöglichen.
Im Rahmen der Ringvorlesung stellen wir die Frage, wie wir im Spannungsfeld von Kunst und Bildung trotz oder gerade wegen unterschiedlicher Selbstverständnisse zusammenarbeiten (wollen)? Das Spektrum reicht von temporären Projekten zwischen Schulen, Museen, Kunsthochschulen und Universitäten bis hin zu ko-konstruktiven Praktiken der Autorschaft, des Team-Teachings, der Teamforschung, des Projektmanagements, der Sichtbarmachung in Kunst und Wissenschaft. Was sind implizite und explizite Motivationen, Bedingungen, Hemmnisse und Herausforderungen der Zusammenarbeit in Produktion und Rezeption? Wie werden die Strukturen der Beteiligung und der Exklusion erlebt? Wo und wie können Konflikte reflektiert werden? Welche medialen Infrastrukturen werden zur Koordination, Organisation, Kommunikation, zur Abstimmung und Planung in Anspruch genommen? An welchen Stellen und Orten können Strukturen, Hierarchien und Freiheiten verändert werden?
Koordination: Andrea Sabisch & Stefanie Johns
Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft
In Kooperation mit: Alexander Henschel & Marcus Recht
Hochschule für Bildende Künste Hamburg